SALINEN UND DÜNENLANDSCHAFT AUF SAL

Eine Landschaft aus unregelmäßigen Dünen, sind Erhebungen aus Sand, die vom Wind angeweht und abgelagert werden. Der hiesige Nordost-Passatwind transportiert den Flugsand von der östlichen zur westlichen Inselseite, wodurch auch die ständig wechselnden wellenförmigen Strukturen im Sand entstehen. Durch den ständigen unregelmäßigen Wind verändern sich auch täglich die Beschaffenheiten der Dünen. Sandverwehungen sind stark abhängig vom Pflanzenbewuchs innerhalb der Dünenlandschaft. Auf der Ostseite wurden großflächige Meerwassersalinen (Salzgärten) zur Gewinnung von Speisesalz in den Dünen angelegt. Das hier gewonnene Salz entsteht durch das Verdunstungsprinzip, wie in den meisten Küstenregionen.

 


DÜNENLANDSCHAFT AUF DER ÖSTLICHEN SEITE DER INSEL

Sie erstreckt sich über die Küstenregion der Costa da Fragata, im südlichen begrenzt durch die alten Salinen von Santa Maria, im nördlichen bis zur Erhöhung der Kapelle Fatima. Der herrschende Nordost-Passat weht den feinen gelben Sand in Richtung Westküste, wo die Dünenlandschaft nur durch die Hauptstraße unterbrochen wird. Von der ursprünglichen Landschaft sind heute nur noch vereinzelte Zonen intakt, was auf den stetigen komerziellen Sandabbau zurückzuführen ist. Direkt am langen Strand der Costa da Fragata, wo die Dünen noch fast bis ans Meer reichen, besteht nur noch eine ca. 200 Meter breite intakte Dünenlandschaft. Hier kommen die großen Meeresschildkröten nachts an Land um ihre Nistgruben auszuheben, in denen sie anschließend ihre Eier ablegen.

 

Auch viele auf dem Boden brütende Vögel sowie der seltene Bouvier Halbzehergecko sind hier beheimatet. Auf freien Flächen ohne Dünen findet man sehr oft versteinerte Korallenstücke aus Urzeiten. Auf Grund der besonderen Bodenbeschaffenheit wachsen nur salzverträgliche Pflanzen in dieser kargen und wüstenartigen Landschaft.

 


DÜNENLANDSCHAFT AUF DER WESTLICHEN SEITE DER INSEL

Sie erstreckt sich von der südwestlichen Spitze (Ponta do Sino) entlang der Westküste bis nach Ponta Preta, von der Wanderdüne als schmalerer Streifen bis weit ins Landesinnere. Das als Schutzgebiet ausgewiesene Ponta do Sino beginnt am Leuchtturm und verläuft sehr breitflächig zwischen Hotelanlagen und der Küste. Dieses Areal wird regelmäßig durch die hoch auflaufenden Brandungswellen in vielen Bereichen mit Meerwasser geflutet. Die dortigen Pflanzen und Vogelarten haben sich an diesen einmaligen Lebensraum angepasst, der durch die regelmäßigen Überschwemmungen entstanden ist. Dichter Pflanzenwuchs und vereinzelte Sandinseln mit größeren Wasserflächen dazwischen bieten den ansässigen Tieren eine gute Lebensgrundlage.

 

Nach der Hotelanlage, direkt am Strand gelegen, befindet sich die ehemals sehr breite und hohe Wanderdüne. Durch viele bestimmte Einflüsse hat sie jährlich an Volumen verloren und baut sich weiterhin rapide ab. Das Hinterland beherbergt viele kleinere Dünen mit dem entsprechenden Pflanzenwuchs, aber auch hier werden die flacheren Gebiete immer größer.

 


DIE MEERWASSERSALINEN VON SANTA MARIA AN DER DÜNENLANDSCHAFT

Die ersten Salzgärten wurden Anno 1835 von dem Portugiesen, Senhor Manuel Antonio Martins angelegt. Die heute wieder großflächig betriebenen Salinen funktionieren noch immer nach dem Verdunstungsprinzip: Die angelegten Salinen werden mit Meereswasser gefüllt, welches verdunstet und das Salz freigibt. Diese Gärten zur Gewinnung von Speisesalz werden wieder aktiv genutzt und erweitert. Der organisierte Salzabbau wird noch heute mit Hand betrieben, um später in Säcken abtransportiert zu werden.

 


BEWOHNER DER DÜNENLANDSCHAFT

Sie haben hier ihren Lebensraum in der Dünenlandschaft: der seltene Bouvier-Halbzehergecko (Hemidaectylus bouvieri) und der Sking (Chioninia spinalis salensis). Beide Arten sind hier nur noch sehr selten anzutreffen. Wogegen der Sking noch eine große Population auf der Insel aufweist, ist es für den Halbzehergecko sein letztes vorhandenes Rückzugsgebiet. Und auch hier ist er nur noch auf einen sehr kleinen begrenzten Gebiet heimisch.

 


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