DIE ERHEBUNG DES MONTE LESTE


DIE ERHEBUNG DES MONTE LESTE - DER FERNE

Im Nordwesten der Insel erhebt sich der 263 Meter hohe Monte Leste, auch der Ferne genannt, als einzige Erhebung in einer halbwüstigen kargen Landschaft. Charakteristisch ist seine kegelförmige Beschaffenheit mit den auf allen Seiten steil herabfallenden Berghängen. Bei der Ansicht von allen Seiten kommen zwei ganz verschiedene Felsformationen zum Tragen.

 

Im Osten und Norden überwiegen bizarre dunkle Gesteinsformationen, die wie zusammen gepresst aussehen und die skurrilsten Bergkämme, Überhänge und vereinzelte Felsen hervorbringen. Viele Gesteine sind mit Flechten überzogen.

Wogegen der südliche und westliche Berghang mit seinen vielen Einschlüssen im Massiv glatt und wie vom Winde poliert aussieht. Wasserabläufe, geschwungene terrassenförmig angeordnete Überhänge und Einbuchtungen verleihen ihm eine besondere Ausstrahlung.

 

Auf der östlichen Seite besteht die Möglichkeit zum Gipfel aufzusteigen, um den schönen Panoramablick zu genießen. Rund um den Monte Leste fällt die Pflanzen- und Vogelwelt sehr bescheiden aus, was auf den kargen Lebensraum zurückzuführen ist.

 


DIE NORDSEITE DES MONTE LESTE

Bei der nördlichen Seite des Bergmassivs steigt der Bergrücken von Osten nach Westen hin kontinuierlich an. Auf der nordöstlichen Seite erscheint ein großer Felsvorsprung über dem eine unregelmäßig gezackte Felsformation aus zusammen gepresstem Basaltgestein hervorragt. Im mittleren Teil der Bergseite befindet sich eine große Einbuchtung, die sich weit nach oben zieht und im unteren Berghang Felsbrocken und Geröll beherbergt. In Richtung West wechselt dann die Gesteinsart zu wesentlich festerem Material, was man sehr gut an der schönen großen Ausfräsung am nordwestlichen Ende sehen kann. Oberhalb ist das Bergmassiv zahlreich mit Aussparungen, Löchern und Einschnitten versehen. Unterhalb der nördlichen Bergseite erstreckt sich eine hügelartige Landschaft, mit verschiedenen Wasserabläufen dazwischen. In diesen befinden sich auch die meisten Pflanzenarten, in der sonst sehr kargen Landschaft.

DIE OSTSEITE DES MONTE LESTE

Diese Seite erweckt den Eindruck, als ob man nicht mehr am gleichen Berg steht. Zwar läuft die südöstliche Flanke des Berges auch steil nach oben und hat das gleiche Profil wie die Südseite, aber Richtung Nordosten wechseln die Gesteinsarten schlagartig.

Mittig erstreckt sich eine tiefere Schlucht bis auf halbe Höhe des Bergmassivs. Große Felsbrocken und dunkles Lavagestein säumen die Berghänge, überall ist poröses Gestein dazwischen. Aus diesem dunklen Gestein sind oberhalb viele gezackte Felsformationen zu sehen. Zur nördlichen Seite hin sieht man eine wie ausgefräste große Einbuchtung mit zahlreichen Einschnitten im Fels. Eine nicht beschreitbare Passage führt auf dieser Seite bis zum Krater, der auf halber Höhe des Berges liegt.

Wo anders ist der Aufstieg zum Gipfel wegen des vielen porösen Rollsplitts fast unmöglich, obwohl die nordöstliche Seite die niedrigste vom ganzen Bergmassiv ist.

Unterhalb, zur Ebene hin, erweckt es den Eindruck, dass hier Gestein abgebaut wird, was man an den vorgenommen Ausschachtungen gut sehen kann.

DIE SÜDSEITE DES MONTE LESTE

Von der südlichen Seite her betrachtet sieht das Bergmassiv kegelförmig aus. Auf der südöstlichen Flanke ziehen sich geschwungene Felsformationen von unten nach oben durch das Massiv, die im oberen Teil von filigranen Überhängen begleitet werden. Die südöstliche Seite wird von einer tiefen rundlichen Einbuchtung geprägt. Vom höchsten Punkt (273 Meter) fällt der obere Bergrücken schräg nach Osten hin ab. Über diesem Teilstück liegt immer ein dunklerer Schatten, egal wie die Sonne steht. Diese Schattierung wird durch den inneren Vulkankrater erzeugt, der von außen nicht einsehbar ist. Unterhalb des südlichen Bergmassivs sind großflächige Steinplattenfelder angeordnet, die von tiefeinschneidenden Wasserläufen unterbrochen werden. Nur auf der Südseite befinden sich solche steinernen Vorläufer zum Massiv hin. Im Gegensatz zur Ost und Nordseite besteht das ganze Bergmassiv aus einer festeren, helleren Gesteinsart. Auch auf der südlichen Seite fällt der Pflanzenwuchs sehr spärlich aus, obwohl an den unteren Berghängen doch verhältnismäßig viele Arten wachsen. Bis auf Sperling, Stein- und Wüstenläufer-Lerche ist vereinzelt mal ein Turmfalke am Bergmassiv zu sehen.

DIE WESTSEITE DES MONTE LESTE

Auf der westlichen Seite wechseln sich große Einbuchtungen und tiefe Einschnitte im Bergmassiv ab. Auch von dieser Seite hat er ein kegelförmiges Erscheinungsbild, da beide Flanken fast gleichmäßig von oben nach unten zur Ebene steil abfallen. Auf der südwestlichen Seite dominiert eine sehr große Aussparung mit zahlreichen Überhängen, genau wie auf der nordwestlichen Seite. In der Mitte befindet sich die filigranste Aussparung der Westseite: ein tief einschneidender Wasserlauf zieht sich von unten bis unter Gipfelhöhe. Sehr markant sind auch die zahlreichen Risse im wie glatt polierten Westhang, der im oberen Teil interessante Überhänge hat. Von den Gesteinsformationen und deren Verläufen wohl die auffälligste Seite des Bergmassivs, ihr ist ein großer Hügel vorgelagert, mit unendlich vielen Fels und Lavabrocken dazwischen.  Je nach Sonneneinstrahlung wechseln die einzelnen Schattierungen am Hang.


AUF DEM WEG ZUM GIPFEL DES 263 METER HOHEN MONTE LESTE

Beim Monte Leste besteht nur von der östlichen Seite her die Möglichkeit zum Aufstieg, da alle drei anderen Seiten viel zu steil und unwegsam emporragen. Was man von außen nicht erkennen kann ist, dass sich innen ein Vulkankrater auf halber Höhe des Bergmassivs befindet, der von außen nicht zu sehen ist. Um dort hinzugelangen gibt es nur eine unwegsame Passage hinauf, wo man dann eine Art Pforte passiert, um ins Kraterinnere zu gelangen. Bis dort hinauf sieht man viele imposante Felsformationen aus porösen Basalten, die dann auf der nördlichen Bergseite noch bizarrer erscheinen. Der restliche Aufstieg führt an Höhlen, tollen Überhängen und Einschnitten im Fels vorbei, bevor man über einen ausgewaschenen Wasserablauf kurz unter Gipfelhöhe gelangt.

 

Das letzte Stück zum Vermessungsstein legt man auf festerem Untergrund zurück, um von dort aus die herrliche Panoramaaussicht genießen zu können. Oben angekommen wird einem erst einmal bewusst, in welcher Höhe man sich befindet, wenn man westlich auf Buracona und das blaue Auge hinabblickt.

Nach Süden fällt der Blick auf Palmeira und den dahinter liegenden Monte Leão, im Südosten erscheint Terra Boa wie eine grüne Oase in der rötlichen Wüstenlandschaft.

Im Osten erhebt sich der Monte Grande mit den anderen Erhebungen vor Espargos, bevor man nach Norden zur dortigen Küstenlinie schaut.

 


AUFLISTUNG DER ARTENVIELFALT UM DEN MONTE LESTE

Alle hier aufgelisteten Tier- und Pflanzenarten sind in den einzelnen Rubriken fotografisch dargestellt sowie ausführlich dokumentiert. Sie finden die dementsprechenden Arten unter den Rubriken:

 

Wildpflanzen, Insekten und Vögel.

WELCHE PFLANZENARTEN WACHSEN HIER?

 1. MESQUITE BAUM - Prosopis africana

 2. ANABAUM - Faidherbia albida

 3. BLAUGRÜNER TABAK - Nicotiana glauca

 4. GÄNSEDISTEL - Sonchus oleraceus

 5. OSCHER - Calotropis Procera

 6. HORNKLEE - Lotus sessilifolius

 7. LAVENDEL - Lavandula canariensis

 8. JOCHBLATT. - Zygophyllum fontanesii

 9. FUCHSSCHWANZG. - Avera Javanica

10. SENNA - Senna italica

11. MITTAGSBLUME - Aizoon canariense

12. JOCHBLATT - Zygohyllum dumosum

13. JOCHBLATT - Tetraena simplex

14. ÄSTIGE SONNENWENDE - Helitropium erosum

15. HORNKLEE - Lotus subbiflorus

16. KOLOQUINTE - Citrullus colocynthis

17. TRAGANT - Astragalus mollissimus

18. SODEN - Suaeda vermiculata

 

Weitere Pflanzenarten die noch nicht bestimmt werden konnten. Anzahl 4. Stück.

 

ENDEMISCHE PFLANZENARTEN:

BRENNNESSELGEWÄCHS - Ortiga Forsskaolea

KORBBLÜTLER - Pulicaria diffusa

 

Zum jetzigen Zeitpunkt wachsen 22. verschiedene Pflanzenarten am und um den Monte Leste

 

Weitere Arten können natürlich folgen, man muß sie aber erst einmal finden.

 

 

WELCHE VOGELARTEN SIEHT MAN HIER?

 1. FISCHADLER - Pandion haliaetus visarend. (Küste)

 2. KAPVERDISCHER TURMFALKE - Falco alexandri

 3. KAPVERDISCHER SPERLING - Passer iagoensis

 4. SEIDENREIHER - Ergretta garzetta. (Küste)

 5. WÜSTENLÄUFERLERCHE - Alaemon alaudipes

 6. GRÜNSCHENKEL - Tringa nebularia. (Küste)

 7. STEINLERCHE - Ammomanes cinctura

 

WELCHE SCHMETTERLINGE UND INSEKTEN?

 1. AFRIKANISCHER MONARCH -Danaus chrysippus

 2. WEIßLING - Pontia glauconome

 3. RADNETZSPINNE - Argiope sector

 4. RAUPE - Danaus chrysippus

 5. EUROP. HEUSCHRECKE - Heteracris littoralis

 

WAS KANN MAN AM KÜSTENABSCHNITT SEHEN ODER FINDEN?

Meeresschneckengehäuse, Napfschnecken, Seepocken, Seehasen, Seegras.

 

WAS GIBT ES HIER NOCH FÜR SEHENSWERTE NATURELEMENTE?

1. Buracona

2. Das blaue Auge

3. Tolle Küstenabschnitte bis Palmera


Wir hoffen, Ihnen hat unsere kleine Führung um und auf dem Berg mit seiner Umgebung gefallen. So konnten wir hoffentlich viele nützliche Informationen an Sie übermitteln. Vielen Dank für Ihren Besuch auf unserer Webseite!

 

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