Die Nordküste

Die Nordküste erstreckt sich vom nordöstlichen Ponta Norte - Farol de Fiúra über Ponta Palhona zum nordwestlichen Ponta Vermelha.   

Diese Küste ist bei stärkeren Winden und rauher See den enormen Naturgewalten des Atlantiks ausgesetzt, vor allem in den Wintermonaten, wenn die Nordost-Passatwinde die Wellen dort meterhoch auflaufen lassen. Das Brechen der Wellen an den ins Meer führenden Lavamassen ist ein gigantisches Naturerlebnis, dass man fast der ganzen Nordküste entlang erleben kann. Wenn der Ozean richtig tobt ist es die wildeste Küstenseite, aber dann auch sehr eintönig vom Küstenbereich her. Auf der gesamten Länge haben sich riesige Lavamassen in den Atlantik geschoben oder wurden von unten her angehoben.

In den Sommermonaten wenn die See ruhig ist und Niedrigwasser herrscht, erscheint die wilde Nordküste in einem ganz anderen Licht. Jetzt entblößt sie ihre wahren Schönheiten. Man kann direkt am Meer über die vielen Lavafelder und Gesteine entlang gehen, bis auf wenige größere Hindernisse die man umgehen muss. Erst dann kommen viele tolle Meeresbecken und Felsformationen zum Vorschein, in dem viel maritimes Leben zu finden ist.

Entlang der oberen, wesentlich höheren Lavamassen ist es ein schwieriges Unterfangen, die schönen Dinge dieser Küste zu sehen oder zu erreichen. Von oben wirkt alles sehr monoton. Vom Ponta Norte, wo noch Reste des alten Leuchtturms vorhanden sind, geht es vom Farol de Fiúra über flachere Lavafelder entlang der wellenförmig angeordneten Küstenlinie. Ab Mitte der zweiten langen Einbuchtung steigen die Lavamassen im untere Bereich stetig an, bis sie dann in einem Steilküstenbereich übergeht. Dort ist auch eine große Felsformation auf dem oberen Lavafeld zu sehen. Ansonsten ist der obere Bereich entlang der gesamten Küste verhältnismäßig ebenerdig. Zum Ponta Palhona hin fällt dann der steilere Küstenbereich wieder erheblich ab.Von Ponta Palhona zum nordwestlichen Ponta Vermelho ist der untere Bereich sehr abwechslungsreich was Meeresbecken, Lavaströme, Strukturen und Gesteinsformationen anbelangt. Auf diesen sehr langen Küstenabschnitt muss man am Meer immer wieder verschiedenste Hindernisse umgehen. Wenn alle Wetterbedingungen mitspielen ist es eine sehr interessante, abenteuerliche schöne Küste, die leider nur an wenigen Punkten mit dem Fahrzeug angefahren werden kann.   

Die Küstenbeschreibung der gesamten Nordküste erfolgt vom nordöstlichsten zum nordwestlichsten Standort der Insel und wird in einzelnen Küstenabschnitten dokumentiert. Alle Fotos sind mit Einzelbildbeschriftung versehen.

 


DIE UMGEBUNG DES PONTA NORTE UND FAROL DE FIÚRA

Am nordöstlichen Ende der Insel befindet sich Ponta Norte mit den Überresten des alten Leuchtturms und den früheren Behausungen des Leuchtturmwärters.

Unterhalb erblickt man Farol de Fiúra, wo die letzen Landmassen sich in den Atlantik erstrecken. In westliche Richtung wird die Küstenlinie durch flachere Lavafelder und vereinzelten größeren Lavaformationen geprägt.

 


DIE ERSTE LANGGEZOGENE EINBUCHTUNG DER NORDKÜSTE

Der untere Bereich der Küste ist schön terrassenförmig angeordnet, wogegen der obere Bereich von zusammengeschmolzener Lava geprägt und geformt ist.

Auf den sonst unter Wasser liegenden Terrassen ist ein tolles maritimes Leben zu beobachten, gerade in den zahlreichen kleineren Meeresbecken. Neben großflächigen Seegraswiesen fasziniert die aufkommende Brandung, die überall auf die vorhandenen Lavamassen und Felsformationen aufläuft.


DIE ZWEITE, HÖHER ANSTEIGENDE  EINBUCHTUNG ENTLANG DER NORDKÜSTE

Auch dieser Küstenabschnitt ist am Anfang zum Meer noch relativ flach angeordnet. Hier befinden sich sehr viele größere und tiefere Meeresbecken, bevor der untere Küstenbereich dann stetig ansteigt. Im oberen Bereich dominieren die gewaltigen Lavamassen mit vereinzelten canyonartigen Aussparungen im Lavamassiv. Größere Flächen sind mit hellen Sand-Kalkgestein bedeckt, die wahrscheinlich von den Lavaströmen nach oben gedrückt wurden. Im unteren Bereich erscheinen nun immer wieder größere Felsformationen, die man umgehen muß.


DER HÖCHSTE STEILKÜSTENBEREICH AN DER NORDKÜSTE

Dieser Küstenabschnitt ist geprägt von einem längeren Steilküstenbereich. Hier fallen die gewaltigen Lavamassen 10-12 Meter senkrecht in den Ozean. In den Wintermonaten kann man hier fantastisch den Urgewalten des Meeres zusehen, wenn die gebrochenen Wellen meterhoch an den steilen Wänden aufsteigen. Die steileren Wände werden immer wieder von Terrassen in den verschiedensten Höhen unterbrochen. Zu diesem Bereich kommt man auch sehr gut mit dem entsprechenden Fahrzeug hin, was an vielen anderen Stellen der Nordküste nicht möglich ist.


NACH DER STEILKÜSTE BIS ZUM PONTA PALHONA

Nach dem Steilküstenbereich verlaufen die untere und obere Küstenlinie bis nach Ponta Palhona wieder weitaus flacher. Beeindruckend sind hier die vielen verschiedenen Lavaformationen und alleinstehende Felsgebilde. In Ponta Palhona werden zahlreiche leere Meeresschnecken- und Seepockengehäuse angeschwemmt. Die aus Lavamassen bestehende spitze Landzunge erstreckt sich weit in den Atlantik hinein, was bei Ebbe richtig schön zur Geltung kommt. Ponta Palhona bildet etwa den Mittelpunkt der gesamten Nordküste.


VON PONTA PALHONA ZUM PONTA VERMELHA

Ab hier verläuft die Küstenlinie in Richtung Ponta Vermelha relativ leicht geschwungen.

Bei niedrigen Wasserstand kommt man gut im unteren Bereich der Küste entlang, obwohl man hier schon ab und zu ein wenig über die Lavamassen hinweg klettern muss. Dafür begeistert der erste Küstenabschnitt mit tollen großen Meeresbecken, aufgetürmte Lavamassen und alleinstehende Felsmassive. Herrliche Einbuchtungen mit rundlichen Steinen davor sowie flussartige Einschnitte in den Lavamassen hinterlassen einen tollen Eindruck.

 


FOLGENDER KÜSTENABSCHNITT ZUM PONTA VERMELHA

Ein Küstenabschnitt mit vielen schönen Einbuchtungen und Einsparungen in der dominierenden Lavalandschaft der Küste. Gerade hier kann man maritimes Leben in seiner natürlichen Umgebung bestens  beobachten. Vielen verschiedenen jungen Meeresfischen und Meerestieren dienen die geschützten Meeresbecken als Zufluchtstätte.

Im nun wesentlich höheren Bereich der Küste stechen verschiedene Felsformation aus Lava und Kalkstein regelrecht hervor. Die Atlantikwellen prallen wunderbar auf die vorgelagerten treppenförmigen Lavamassen der Nordküste.


AM MITTELPUNKT: ZWISCHEN PONTA PALHONA UND PONTA VERMELHA

Hier sind die Lavafelder sehr breit bis zum Atlantik angeordnet, obwohl jetzt bei mittlerer Tide große Teile schon unter Wasser stehen. Es erscheinen immer mehr einzelne hochstehende Lavaformationen an der Küste die es teilweise zu überwinden gilt.

Im oberen Bereich sind canyonartige Labyrinthe aus Lavaströmen entstanden, aber auch Felsformationen aus Basalt- und hellen Kalkstein sieht man im Wechsel.


BIS ZUM PONTA VERMELHA

Weiter zum Ponta Vermelha hin befinden sich wunderbare Meeresbecken. Zu sehen sind eine relativ große Höhle in den Lavamassen und einzelne hochstehende Felsformationen an der Meereskante. Im oberen Küstenbereich setzen sich die gewaltigen Lavamassen fort, vereinzelt mit großen Sand- Kalksteinplatten belegt. Kurz nach Ponta Vermelha endet dann die recht abenteuerliche Nordküste, wenn man sie in der Nähe der Meereskante entlang erlebt und bewusst wahr nimmt.


Wir hoffen, Ihnen hat der Spaziergang entlang der gesamten Nordküste der Insel Sal bei schönstem Wetter, Niedrigwasser und total ruhiger See viel, viel Freude bereitet. Außerdem hoffen wir, dass wir Ihnen die benötigten Informationen vermittelt haben.

Herzlichen Dank für Ihren Besuch!

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