Die Ostküste

Die Ostküste erstreckt sich von der südöstlichen Spitze am Ponta do Leme Velho bis zum nordöstlichen Ponta Norte. In ihrer ganzen Beschaffenheit ist sie die abwechslungsreichste und faszinierendste Küste der Insel. Sie bietet fast alles, was man sich unter einer tollen und bizarren Küstenlandschaft vorstellen kann:

Nach dem großen natürlichen Meeresbecken in Igrejinha folgen die langen goldgelben Strände der Costa da Fragata entlang der Dünenlandschaft. Die Baia Serra Negra glänzt mit ihren Traumbuchten unterhalb der Serra Negra, gefolgt von wunderbaren Felsformationen im und am Atlantik bis zum Ponta do Morrinho Vermelho. Verlassene helle Strände mit vereinzelten Felsformationen erstrecken sich bis zum Ilhéus do Chano, wo zwei große langgezogene Felsformationen neben kleineren im offenen Meer stehen.

Pedra Furada mit den beiden bizarren gelöcherten Felsformationen, sowie die nachfolgende langgezogene Bucht an der Baia da Parda folgen darauf. Im Flachwasserbereich des Riff da Parda tummeln sich Haie im seichten Wasser. Es schließt sich Pedra de Lume mit seinem natürlichen Hafen und dem nachfolgenden schönsten ins Meer ragenden Massiv hinterm Ponta Trás do Cagarral an. Steilküstenabschnitte ziehen sich entlang der Praia de Água Doce bis zum Ponta do Linguincho. Ein sagenhafter Küstenabschnitt befindet sich hinter der großen Bucht der Praia do Monte Grande bis zum Ponta de Casaca. Weiter nördlich befindet sich die höchste Steilküste - Fumado Bejom an der Baia de Fiúra, bis dann hinter Reguinho Fiúra die Ostküste am Ponta Norte ihr Ende findet.

 

Die Küstenbeschreibung der gesamten Ostküste erfolgt vom südlichsten zum nordöstlichen Standort der Insel und wird in einzelnen Küstenabschnitten dokumentiert. Alle Fotos sind mit mit Einzelbildbeschriftung versehen.

 


OSTKÜSTE - VON SÜD NACH NORD


KÜSTENBESCHREIBUNG DER COSTA DA FRAGATA

Vom südöstlichen Ponta do Leme Velho an setzt sich die Küste mit großen Felsbrocken und rundlichen Basaltgesteinen fort. Bis ein Felsmassiv welches im vorderen Teil ausgehöhlt und ausgewaschen und seitlich mit zwei Durchbrüchen versehen ist, sich dem Meer entgegen neigt.

 

Anschließend verläuft die gleiche Küstenformation bis weit in die erste Bucht hinein, bevor ein längerer feiner Sandstrand folgt. Er wird fortgesetzt mit großen hellen und roten Sandsteinplatten und schwarzen Basalt-Formationen die im Meer auslaufen. Auch die nachfolgende Bucht ist so geprägt, nur mit wesentlich kleineren Sandstrand, bevor man Igrejiha erreicht. Die hier vorgelagerten Felsbrocken haben zur Landseite hin ein großes, natürliches, seichtes Bassin entstehen lassen, davor ein schöner Muschel-Kalk-Sandstrand. Es folgt ein Steinfeld bevor es auf eine kleine Anhöhe geht, hier fängt der Kilometer lange feinsandige Strandabschnitt und die Dünenlandschaft an. Leicht geschwungen ohne jegliches Gestein setzt sie sich fort, bis die vorgelagerten großen Felsplatten beginnen. Über einen längeren Abschnitt verlaufen diese, von der ewigen Brandung geformten, gezackten und spitzen Plattenformationen, die teilweise einen bronzenen Ton aufweisen. Danach setzt sich der feinsandige Strand ohne vorgelagertes Gestein weiter fort, über die Kite-Beach bis hin zu den nächsten Gesteinsformationen, an den Abbruchkanten wo die Brandung den roten Sandstein freilegt und formt. Große Wasserabläufe unterbrechen die jetzt abwechslungsreiche Küste bis sie einen scharfen Bogen nach rechts, in Richtung Ponta da Fragata macht.

 

Beim Küstenabschnitt am Südhang der Serra Negra entlang wechseln sich kleine Buchten mit Sandstränden und verschiedensten Felsformationen ab. Auch hier sind zahlreiche Meeresschneckengehäuse und kleinere Meerestiere vertreten. Das gesamte feinsandige Strandgebiet der Costa da Fragata wird von den Meeresschildkröten zur Eiablage genutzt. Viele Vogelarten suchen diese Küste zur Futtersuche auf.

 


VON PONTA DO LEME VELHO BIS IGREJINHA


VON IGREJINHA BIS ZUM KITEBEACH


VOM KITEBEACH BIS ZUR SÜDLICHEN ERHEBUNG DER SERRA NEGRA


AN DER SÜDLICHEN SERRA NEGRA ENTLANG ZUM PONTA DA FRAGATA


KÜSTENBESCHREIBUNG DER BAIA NEGRA

Von der kleinen südöstlich vorgelagerten Insel (Ponta da Fragata) bis zum entfernten Ponta do Morrinho Vermelho erstreckt sich die Baia Negra. Dieser traumhafte und einzigartige Küstenabschnitt vereint alles was man sich an Vielfältigkeit vorzustellen vermag: Einsame Buchten mit feinsten Sandstränden, eine sagenhafte Hintergrund-Kulisse der Segra Negra, tolle Basalt- und Sandsteingebilde sowie eine spektakuläre Felsenküste die ihres gleichen sucht. Von der südöstlichen Halbinsel entlang dem längeren Sandstrand bis zur schwarzen herausstehenden Basalt-Formation, beginnt danach die erste Bucht mit einem Sandstrand, bevor ein grober Kieselstrand und vorgelagerte Felsenformationen ihn beenden lassen. Bis zur dann folgenden Erhöhung sieht man oft schöne Buntkieselsteine, runde leichte Sandlochsteine,  Meeresschneckengehäuse, Muschelschalen oder Geisterkrabben. Zu den Berghängen hin findet man zusammengefügte Basalt- und Sandsteingebilde. Von der Erhebung steigt man fast treppenförmig hinunter in eine traumhafte Bucht die zum träumen einlädt. Türkisblaues Wasser, feinster Sandstrand, Kalk-Sandsteinüberhänge in dunklen Basaltgestein eingebettet. Dieser beschriebene Küstenabschnitt wird bevorzugt von den Meeresschildkröten zur Eiablage genutzt, er ist einer der letzten ruhigen, natürlich vorhandenen Strandabschnitte.

Nach der Bucht fängt gleich die zerklüftete Küstenlinie an, wo die Hänge des Serra Negra Massivs bis zur Wasserlinie hinunter ragen. Um der dortigen Küste zu folgen bedarf es ruhiger See, bei gleichzeitigem Niedrigwasserstand, um die verschiedensten Felsenformationen zu betrachten. Riesige Findlinge, Lochsteine, vom Berghang herabgegangene Felsbrocken, rostfarbenes Lavagestein, dem Meer vorgelagerte Felsen und Halbinseln sind dort zu bestaunen. Dieses setzt sich sehr abwechslungsreich bis zum Ponta do Morrinho Vermelho fort, wobei man manche im Wasser befindliche Hindernisse oberhalb umgehen muss.


VON PONTA FREGATA NACH PONTA DO MORRINHO VERMELHO


VON PONTA DO MORRINHO VERMELHO NACH ILHÉUS DO CHANO

Von Ponta do Morrinho Vermelho setzt sich die Küste mit langen hellen Sandstränden fort. Vereinzelt befinden sich Felsformationen am Strand und im Atlantik. Erst die Bucht vor Ilhéus do Chano hat wieder eine höhere Felsformation bevor ein Traumstrand folgt.

Dann erscheint Ilhéus do Chano mit seinen zwei großen Felsmassiven im Atlantik, begleitet von vielen kleinen Felsformationen die aus dem Wasser ragen. Schon draußen auf dem offenen Atlantik brechen sich die Wellen an einer Riffkante, bevor sie auf die Felsen zurollen. Die Bucht von Ilhéus do Chano ist mit schwarzen Kiesstrand belegt und hat viele vorgelagerte Felsplatten. Zu den zwei großen Felsmassiven kommt man bei Niedrigwasser gut hin. Hinter Ilhéus do Chano kann man dann eine tolle Felsformation sehen, die die gleiche Beschaffenheit aufweist wie die zwei großen Felsformationen im Meer.


VON ILHÉUS DO CHANO NACH PEDRA FURADA

Vom Ilhéus do Chano folgen im Wechsel dann ganz unterschiedliche Strandabschnitte bis nach Pedra Furada. Sie sind teils mit hellen Sandstrand, Kieselsteinen oder mit größeren Steinen ausgestattet. Neben größeren Felsmassiven treten hier auch wesentlich mehr Felsformationen am Strand oder im Meer auf. Jede kleine Bucht hat so ihren eigenen kleinen faszinierenden Charme. Pedra Furada, was so viel wie gelochte Steine bedeutet, wird wirklich von zwei unterschiedlichen Felsformationen dominiert, bei denen sich jeweils ein runder Durchbruch im Fels befindet. Die kleinere Felsformation ist direkt der Küste vorgelagert. Die wesentlich größere, die sich brückenartig auf einer Seite in den Atlantik neigt, ist einer kleinen Landzunge vorgelagert. Durch ihre rundliche Öffnung drückt der Atlantik mit voller Kraft das Meerwasser durch, was faszinierend anzusehen ist.


VON PEDRA FURADA NACH PEDRA DE LUME

Von Pedra Furada wechseln sich Kies- und Steinstrände mit vorgelagerten Felsformationen bis zur großen Bucht von der Baia da Parda ab. Diese langgezogene Bucht mit ihren Sandstränden endet beim Rifes da Parda.Vor dem Aussenriff befindet sich ein riesengroßer Flachwasserbereich, in dem regelmäßig Haie durch eine langgezogene Öffnung ins flachere Wasser gelangen. Aus welchen genauen Grund sie sich fast täglich dort aufhalten, ist noch nicht bekannt. Sei es um sich putzen zu lassen, zur Nahrungsaufnahme, als Zufluchtstätte vor anderen Haien oder wegen der erhöhten Wassertemperatur - genaue Angaben gibt es darüber nicht.

Mit höchster Wahrscheinlichkeit handelt es sich hier um Großflossen- Haie - Atlantischer Braunhai - Carcharhinus plumbeus. Es scheint sich hier um eine stationäre Population zu handeln, die hier im Gruppenverband zu beobachten sind.

Diese Haiart wird knapp über zwei Meter groß, kennzeichnet sich durch die erste große Rückenflosse aus und hat eine Grau-braune (hellbraune) Körperfärbung mit weißem Bauch. Der Hai hält sich mit Vorliebe in den Küstengewässern an Riffen und über Sandbänken auf. Dabei kommt er bis in ein Meter tiefes Wasser. Er ist ein aktiver Schwimmer und ständig in Bewegung. Der Atlantische Braunhai gehört zu den relativ ungefährlichen Haiarten bis dato sind keinerlei Angriffe auf Menschen bekannt. Somit erklärt sich auch, dass die Haie weiter so ruhig verweilen obwohl ihnen täglich Massen von Gästen hier zur Haibeobachtung im flachen Wasser entgegen gehen. Dabei beträgt der Abstand zu den Haien nur wenige Meter. Es ist aber nicht auszuschließen, dass auch andere Haiarten denn Flachwasserbereich aufsuchen. Bis jetzt wurde von mir bei vielen Exkursionen nur diese Haiart dort beobachtet.

Die Baia da Parda setzt sich mit diesen sehr langgestreckten Flachwasserbereich bis hinter das Wrack fort. Nach einer größeren Felsformation folgt der kleine Badestrand von Pedra de Lume. Etwas dahinter folgt dann der idyllische Fischerhafen.


VON PEDRA LUME NACH PONTA TRÁS DO CAGARRAL

Gleich hinter dem natürlichen Hafenbecken von Pedra de Lume erscheint das hohe Felsmassiv mit seinen vorgelagerten Felsplatten. Entlang des schützenden Massivs sind kleinere Buchten mit dunklen Sand und Kiesstränden ausgestattet. Dann verläuft die Küste in östliche Richtung weiter, wo Steinstrände und verschiedene ins Meer verlaufende Felsformationen dominieren. Nach einen scharfen Bogen in nördliche Richtung erscheinen die großen Lavafelder mit ihren natürlichen Meeresbecken. Es folgt die erste hohe Steilküste an der Ostküste die dann später an der flachen Landzunge von Ponta Trás do Cagarral endet. Die Küste wird dann von einer hohen Felswand unterbrochen, so dass man die Erhebung umgehen muß.

 


DIE STEILKÜSTE HINTER PONTA TRÁS DO CAGARRAL UND DER PRAIA DE AGUA DOCE

Hinter der 173m hohen Erhebung befindet sich eine sagenhaft intakte Steilküste.

 

Es ist eine der urtümlichsten auf Sal, komplett abgeschottet von der südlichen und nördlichen Küstenseite her. Dort ragen zwei beachtlich hohe Steilwände empor, die nicht zu überwinden sind. Die Steilküste beherbergt eine der schönsten Einbuchtungen mit ihren bizarrsten und filigransten Fels- und Lavaformationen. Die Küste setzt sich nach der Anhöhe in nördlicher Richtung mit einer anderen Ausbuchtung fort. Diese in den Atlantik ragende Felsformation ist ebenfalls einmalig in ihrer ganzen Beschaffenheit. Die schönsten Aussparungen, Einbuchtungen und Gesteinsformen sind hier zu bewundern. Im weiteren Verlauf der Praia de Água Doce wechseln sich Steilküsten, vorgelagerte Lava und Felsformationen und Strandabschnitte ab.

 

Ab dem mittleren Küstenbereich der Praia de Água Doce findet ein aktiver Fels- und Steinabbau statt, der sich bis zum Ponta Linguincho fortsetzt. An den Felsformationen der Praia de Água Doce brechen sich die auflaufenden Wellen gewaltig.

 


VON PONTA DO LINGUINCHO ZUM PONTA DE CASACA

Von Ponta Linguincho fällt die Steilküste allmählich in Richtung der langgezogenen Bucht von Caletinha vor der Praia do Monte Grande ab. In der Bucht folgen auf Lavafelder und Felsformationen einige dunkle Strandabschnitte, auf denen auch relativ viele Meeresschneckengehäuse liegen. Am oberen Ende der Bucht fängt die Steilküste der Praia do Monte Grande an. Schon vorher erscheinen große Felsformationen im Meer. Der ganze Steilküstenbereich der Praia do Monte Grande ist einer der interessantesten Küstenabschnitte. Sie beherbergt eine wunderschöne Bucht. Geschützt von den umgebenden Felsformationen kann man hier fast bei jeder Wetterlage schwimmen gehen. Eindrucksvolle Wasserläufe des Monte Grande haben sich hier den Weg zum Meer gebahnt. Große Felsformationen sind im Meer den hohen Steilwänden vorgelagert, alles sieht wild und zerklüftet aus. Aus Lavagestein sind die schönsten Skulpturen entstanden, wie zum Beispiel der gut versteckte schnaufende Drachen vom Monte Grande, den bis heute noch kein anderer fotografiert hat. Die vorgelagerten Hügel des Monte Grande sind über und über mit faustgroßen Lavagestein belegt. Alles zusammen eine beeindruckende Atmosphäre die ihres Gleichen sucht. Nach der Steilküste verläuft die Küste bis zur Landzunge von Ponta de Casaca wieder wesentlich flacher. Aber auch hier sind schöne Felsformationen und Lavafelder zu sehen.

 


VOM PONTA DE CASACA ZUM PONTA NORTE

Nach der flachen Landzunge von Ponta de Casaca steigt die Küste rapide an. Hier fallen die Ausläufer des Monte Grande-Massivs bis zu 100 Meter senkrecht in den Atlantik. Die Küste von Fumado Bejom ist der höchste Steilküstenbereich der ganzen Insel. Ein atemberaubender Anblick eröffnet sich aus schwindelerregender Höhe auf die vorgelagerten Felsformationen im Atlantik. Eine davon hat einen großen Rundbogen. Entlang der Steilhänge sieht man hier sehr viele der Rotschnabel-Tropikvögel und am Ende der Steilküste einen Fischadlerhorst im oberen Bereich. Es folgt eine Ausbuchtung in Richtung des Meeres. Von dort hat man einen tollen Blick auf die gesamte Steilküste. Auch hier sind faszinierende Felsformationen und kleinere Buchten zu bestaunen. In nördlicher Richtung erscheint dann die Baia de Fiúra die sich bis zum Reguinho Fiura erstreckt. Die gesamte flachere Küste der Baia de Fiúra ist fast überall mit Felsgestein belegt. Auf der ganzen Länge sind teilweise kleine Lavafelder und Felsformationen dem Meer vorgelagert. Außer einer schönen Felsformation bietet dieser Küstenabschnitt sehr wenig. Hinter Reguinho Fiúra endet dann die Ostküste am Ponta Norte, wo sich nur noch spärliche Reste des alten Leuchtturms befinden.


Wir hoffen Ihnen hat der Spaziergang entlang der bizarren Ostküste der Insel Sal viel, viel Freude gemacht und wir konnten Ihnen einige nützliche Informationen übermitteln. Besten Dank für Ihren Besuch!


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