Die Südküste

Die sehr kurze Südküste erstreckt sich vom südwestlichen Ponta do Sinó zum südöstlichen Ponta do Leme Velho. So gut wie die gesamte Küstenlinie ist für touristische Zwecke über die letzten Jahre ausgebaut worden. 

Vom Ponta do Sinó (Leuchtturm) bis zum Fischersteg in Santa Maria verläuft ein langer feinsandiger Sandstrand, hinter welchen die ansässigen Hotelketten angesiedelt sind. Am oberen südwestlichen Kap ist ein Riff vorgelagert, an dem sich die auflaufenden Wellen an bestimmten Tagen meterhoch brechen. Der Strandbereich verläuft leicht nach innen geschwungen bis er dann wegwärts ausläuft. An der oberen Küstenlinie steht eine Hotelanlage neben der anderen. Im vorderem Strandabschnitt domienieren Liegestühle und Sonnenschirme den Küstenabschnitt. Bis zur Landzunge hinter dem Fischersteg findet man die idealsten Bedingungen um im Meer schwimmen zu gehen. Bis auf wenige Tage hat man hier die geringste Wellenbewegung und fast strömungsfreies Wasser im Uferbereich.

Nur bei extremen Wetterbedingungen, wie Südwind oder höher Schwell ist auch hier das Baden nicht möglich. Weit vor dem Fischersteg befinden sich mehrere Strand-Restaurants und Beach-Clubs. Fast jedes Hotel beherbergt hier eine Tauchschule oder bietet andere Wassersportmöglichkeiten an.

Der Mittelpunkt der Südküste ist das alte renovierte Waagehaus mit dem vorgelagerten Steg. Es ist der Anziehungspunkt um die Mittagszeit herum, wenn die örtlichen Fischer mit ihren Fischerbooten vom offenen Atlantik zurückkehren um ihren Tagesfang anzulanden. Auch sämtliche anderen Boote (Hochsee-Boote fürs Hochseeangeln, Katamarane und kleine Yachten) liegen hier je nach Wetterlage vor Anker.

Die schönste und interessanteste Zeit, den Steg zu besuchen ist zwischen 11 und 14 Uhr. In dieser Zeit laufen die Boote ein und die Fischerfrauen verkaufen den Tagesfang dort; ein wahres Erlebnis!

Nach dem Fischersteg folgt dann wieder heller Sandstrand bis zu einer Landzunge. Auf dieser wurde eine Hotelanlage errichtet, wo sich früher das Gelände der örtlichen Thunfisch-Fabrik befand. Durch den Ausbau wird hier die Küstenlinie unterbrochen. Nur bei niedrigem Wasserstand und ruhiger See kann man unterhalb passieren um zum kleinen Meeresbecken zu gelangen. Der nachfolgende Strandabschnitt ist im unterem Bereich stark mit schwarzen Steinen belegt. Auch hier findet man direkt am Strand einige Beach-Clubs und Surfschulen.

Der letzte Küstenabschnitt zum Ponta do Leme Velho ist dann ausschließlich nur noch mit Gestein belegt und vereinzelte Felsformationen sind dem Ufer vorgelagert. Naturmäßig sieht man bis auf ein paar Meereskrabben und Vögel so gut wie gar nichts. Das was  hier reichlich zu sehen ist, sind die zahlreichen Gäste am Strand oder vor den Club-Anlagen.

Die Küstenbeschreibung der gesamten Südküste erfolgt vom südwestlichsten zum südöstlichsten Standort der Insel und wird in einzelne Küstenabschnitte dokumentiert. Alle Fotos sind mit  Einzelbildbeschriftung versehen.


DER TRAUMSTRAND DER SÜDKÜSTE

Die Südküste von Ponta do Sinó bis zum Fischersteg von Santa Maria beherbergt den schönsten Badestrand der Insel. In einen breiten Streifen zwischen Hotelanlagen und dem türkisfarbenen Atlantik erstreckt sich dieser feine, helle Strand. Hier wo die Wellen auf dem Strand auslaufen und Sonnenanbeter sich entspannen, findet man natürlich außer touristischen Einrichtungen keine anderen Elemente. Dafür jede Menge an Wassersportmöglichkeiten und kulinarischen Einrichtungen.

 


DER FISCHERSTEG VON SANTA MARIA

Der Fischersteg von Santa Maria wird in der Zeit von 11:00 -13:30 Uhr zum Lebensmittelpunkt für Kapverdianer und Touristen. In dieser Zeitspanne kommen die hiesigen Fischerboote mit ihren Tagesfang rein, um ihn hier am vorderen Bereich anzulanden. Das Entladen der Boote, sowie das Zerlegen und Säubern der Fische ist die Touristenattraktion schlecht hin, bevor der fangfrische Fisch abtransportiert wird. Aber auch alle anderen Sportboote wie Hochseeyachten zum Fischen, Katamarane und Tauchboote kehren in dieser Zeit mit ihren Gästen von der morgendlichen Tour zurück. Der lange betonierte Kai mit anschließendem Steg wurde im Jahr 2006 erneut, es ist die einzige Anlegestelle an der Südküste. Aber auch zum Angeln oder von dort aus ins Meer zu springen wird er ausgiebig benutzt. Um das tägliche Spektakel und Treiben fotografisch festzuhalten, sollten Sie sich unbedingt in der vorgegebenen Zeit dort einfinden.


FISCHERFRAUEN: ODER WARTEN AUF DEN FISCH, DENN HIER KOMMT ER TÄGLICH FRISCH

Anderthalb Stunden vor Sonnenaufgang fahren die Fischer mit ihren Holzbooten auf's offene Meer hinaus, um zuerst Köderfische für den Tag zu fangen. Danach geht es zu ihren Fischfangplätzen die 6 - 7km vor der Küste liegen. Ihre Boote machen sie dort an fest verankerten Bojen fest. Wenn sie dann zwischen 11:00 und 13:30Uhr mit ihrem Fang zum Steg zurück kommen, warten schon sehnsüchtig ihre Frauen, um den Fang entgegen zu nehmen. Er wird dann vor Ort ausgenommen, geschuppt und portioniert, bevor er an die lokale Gastronomie oder direkt an Käufer vor Ort verkauft wird.


ALTES WAGGEHAUS, FISCHERBOOTE UND DER STEG VON SANTA MARIA

Vor dem Steg steht das alte Waagehaus, ein sorgfältig restauriertes Gebäude mit Treppen und Balkonen. In ihm wurde früher das Salz vor dem Abtransport gewogen und anschließend zum vorderen Steg gebracht. Auf diesem Steg war damals ein großer Dreifuß mit Hebeteil aufgebaut, der das Salz sicher zur Verladung herunter ließ.

Heute wir der Steg hauptsächlich von den hiesigen Fischern und Touristen genutzt.

Alle zwei bis drei Wochen werden die Fischerboote über den Strand aus dem Wasser geholt, um die Holzplanken auszutrocknen. Auch alle Reparaturarbeiten werden an den noch von Hand erbauten Booten neben dem Steg ausgeführt.

 


VOM FISCHERSTEG BIS ZUM KLEINEN HAFEN

Ein kleiner Strandabschnitt der es in sich hat. Nicht nur, dass sich hier viele kapverdische Familien am Wochenende vergnügen, hier werden auch regelmäßig die verschiedensten Veranstaltungen, wie kleine Musikfestivals oder Strandfussball im vorderen Bereich am Steg durchgeführt. Dieser Küstenabschnitt ist auch bei den Wellenreitern sehr beliebt, da an vielen Tagen die Welle hoch einläuft. Der feine Sandstrand zieht sich bis zur Landzunge fort. Der hintere Teil wird von den ansässigen Hotelanlagen genutzt. Hinter der bebauten Landzunge finden Sie das kleine Hafenbecken, was früher zur Thunfisch-Fabrik gehörte und wo sich heute Kapverdianer und Touristen vergnügen können.

 


VON DER PRAIA ANTÓNIO DE SOUSA ZUM PONTA DO LEME VELHO

Nach dem kleinen Hafen befindet sich ein Restaurant auf einem gemauerten Naturstein-Sockel direkt am Meer. Die folgende Praia António de Sousa setzt sich mit einem kleinen Sandstrand fort. Auf in folgen dann mehrere vorgelagerte Felsformationen mit Steinstrand bis zu den ersten Lokalitäten am Strand. Vor dem Beach-Club und den Windsurfschulen befindet sich ein breiter Sandstrand. Unterhalb der Abbruchkante sind zahlreiche Kiesbetten vorhanden. Hier unten ist auch der Einstieg für die zahlreichen Surfer in den Wintermonaten, um auf den offenen Atlantik zu gelangen. Nach diesem längeren Küstenabschnitt folgt ein mit Steinen und Felsformationen belegter Abschnitt, der sich bis zum südöstlichen Ponta do Leme Velho fortsetzt. Hier endet dann auch die südliche Küste von Sal.

WEHE DER WIND DREHT AN DER SÜDKÜSTE AUF RICHTUNG SÜD

Die Südseite ist eigentlich die ruhigste Meeresseite der Insel Sal, aber wehe der Wind dreht in den Monaten August und September auf Süd. Dann rollen riesige Wellen im kurzen Abständen auf Santa Maria und der umliegenden Küste zu. In diesem Fall müssen alle hier vor Anker liegenden Boote ganz schnell einen neuen, sicheren und geschützten Ankerplatz anlaufen oder das Boot muss umgehend an Land gebracht werden. Schon mancher großer Segler oder Fischkutter lag nach den hohen Wellen am Strand, aber auch die Restaurants und Beach-Clubs unterhalb der Uferpromenade können schnell in Mitleidenschaft gezogen werden. Diese Wetterlage wiederholt sich jährlich zur o.g. Zeit, wenn sich um die Kapverden die Hurrikans bilden, die dann später über den Atlantik in Richtung der Karibik und Amerika ziehen. Das Ausmaß der Schäden ist von Jahr zu Jahr verschieden, genauso wie die Stärke der hereinlaufenden Wellen.

 


Wir hoffen, Ihnen hat der Spaziergang entlang der gesamten Südküste der Insel Sal viel, viel Freude bereitet. Außerdem hoffen wir, dass wir Ihnen die benötigten Informationen vermittelt haben.

Herzlichen Dank für Ihren Besuch!

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