Vogelarten


Tauben

Die Tauben -Columbidae sind eine der artenreiche Familie der Vögel und sind die einzige Familie der Ordnung der Taubenvögel - Columbiformes. Alle haben einen recht einheitlichen Körperbau mit kräftigem Rumpf und relativ kleinen Kopf, der beim Laufen in charakteristische Weise vor und zurück bewegt wird. Die Familie umfasst etwa 42 Gattungen und mehr als dreihundert Arten. Auf den Kapverden kommen davon drei Arten vor. Fast alle Arten ernähren sich hauptsächlich pflanzlich und besiedeln die verschiedensten Lebensräume. Auf den Kapverden sind alle aufgeführten Arten ganzjährig anwesend und brüten auch hier.
Eine Ausnahme bildet wohl die Palmtaube. Aufgrund der geringen Sichtungen auf den Kapverden hat sie sich wohl noch nicht auf den Kapverden integriert.

 


KAPTÄUBCHEN - Namaqua Dove - Oena capensis - Fam: Columbidae

Das Kaptäubchen ist auf unserer Insel extrem selten zu sehen. Hier handelt es sich um ein Kaptäubchen im Jugendkleid. Typisch dafür ist das unruhige weiß gesprenkelte Flügelfeld sowie der Rücken.

Es handelt sich hier bis jetzt um ein Einzelexemplar was in der Nähe von Santa Maria im Oktober 2017 an mehreren Tagen bei der Nahrungssuche fotografiert wurde.

Das Kaptäubchen auch Maskentäubchen genannt,ist ein afrikanischer Taubenvogel und der einzige Vertreter der Gattung Kaptauben.

Mit einer Größe von 24,5 - 25,5 Zentimetern und einem Gewicht von ca. 40 Gramm gehört Sie zur kleinsten Taubenart.

Die Art weist einen sehr auffälligen Geschlechtsdimorphismus auf. Dabei hat das Männchen eine auffällige dunkle Gesichtsmaske. Vorderkopf, Gesicht, Kehle und Brust sind schwärzlich gefärbt, beim Weibchen fehlen diese Merkmale.

 

Sichtung: Auf den angelegten Feldern hinter dem Klärwerk von Santa Maria im Oktober 2017 zu verschiedenen Tageszeiten.


PALMTAUBE - Laughing Dove - Spilopelia senegalensis Fam: Tauben - Columbidae

Die Palmtaube, auch als Senegaltaube bezeichnet, ist eine relativ kleine, in Afrika, dem nahen Osten und Südasien lebende Taubenart. Sie erreicht eine Körperlänge von 26-28 cm bei einem Gewicht von 100-120 Gramm. Sie ist fast auf dem ganzen afrikanischen Kontinent verbreitet, hier auf den Kapverdischen Inseln wurde sie außer auf SAL noch nie gesichtet, von mir jetzt zum zweiten Mal am 13.4.2018 in Terra Boa, an einem mülligen Platz. Ihr Lebensraum sind normalerweise die Dornbuschsavannen oder auch vorwiegend Oasen.

TÜRKENTAUBE - Streptopelia decaoto - Fam: Columbidae

Die Türkentaube ist eine Vogelart aus der Familie der Tauben. Sie erreicht eine Größe von 31-33 Zentimeter bei einer Flügelspannweite von 47-55 Zentimetern und wiegt ca 150-200 Gramm. Sie ist etwa so groß wie eine Stadttaube, jedoch leichter und langschwänziger, mit einem einheitlichen hell-beigebraunen Gefieder. Auffälligstes Merkmal ist ein tiefschwarzer Nackenstreifen der zusätzlich durch einen schmalen weißen Nacken umrahmt ist.

 

Sie wurde auf die Kapverden eingeführt und hat sich hier beträchtlich angesiedelt und vermehrt.

 

Sichtung:  Eine größere Population in Santa Maria, bei den Pferdekoppeln am Golfplatz und vermehrt in Terra Boa. Vereinzelte Tiere sieht man öfters an den unterschiedlichsten Stellen auf der Insel, besonders an Stellen, wo ein wenig Süßwasser vorhanden ist. Die Fotos wurden im Oktober 2017 an der Kläranlage von Santa Maria gemacht.

FELSENTAUBE - Rock dove - Columbia livia - Fam: Tauben - Columbidae

Die Felsentaube ist eine Vogelart aus der Familie der Tauben. Sie ist die alleinige Stammform der Haustaube und damit auch der Stadttaube. Diese domestizierte und verwilderte Form zählt zu den erfolgreichsten Vögeln der Erde und ist weltweit fast überall vertreten. Die Wildform kommt dagegen nur in Eurasien und Afrika vor. Sie erreicht eine Körperlänge von etwa 33cm, bei einer Flügelspannweite bis 63 cm und einem Gewicht von ca. 330 Gramm. Damit ist Sie kleiner als die Türkentaube welche auch vermehrt auf der Insel vorkommt.
Wie weit es sich um eine pure Felsentaube auf dem Foto handelt, ist sehr schwer nachzuvollziehen. Normalerweise lebt die wilde Taubenart in Felsklippen an den Küsten, im Landeinneren und in Berggebieten. Diese abgebildete Taube kommt auf der Insel in allen Regionen vor ,auch in den Städten ist sie oft zu sehen. Vergleichsfotos von den hier in den Bergen lebenden wilden Tauben, ohne
menschlichen Kontakt habe ich bis jetzt nicht zu Rate ziehen können. Als Felstaube wird Sie genauso beschrieben, wie oben abgebildet.

Schwalben - Hirundinidae

Die Schwalben - Hirundinidae sind eine artenreiche Familie der Ordnung: Sperlingsvögel -Passeriformes und ernähren sich von Fluginsekten. Schwalben haben einen schlanken, stromlinienförmigen Körper, einen kurzen bis langen Hals und spitze Flügel. Der bei vielen Arten lange Schwanz zählt 12 Steuerfedern und ist oft gegabelt. Die Geschlechter sind in Größe und Befederung ähnlich.

 

Da im Winter das Aufkommen an Fluginsekten in Europa vermindert ist, müssen Schwalben in ihre Winterquartiere ziehen.

 

Schwalben sind Langstreckenzieher,die auch auf Sal überwintern oder nur als Durchzügler kurze Zeit verweilen.

 

Auf der Insel wurden bis jetzt nachfolgende Schwalbenarten  gesichtet: Rauchschwalbe, Mehlschwalbe, Rötelschwalbe, Uferschwalbe 

 


MEHLSCHWALBE - House Martin - Delichon urbicum -    Familie/ Passeriformes : Hirundinidae

Die Mehlschwalbe, auch Stadtschwalbe oder Kirchschwalbe genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Schwalben. Sie ist besonders gut durch den weißen Bürzel zu identifizieren, den keine andere europäische Schwalbenart aufweist. Es sind ausgeprägte Zugvögel, die auch in Afrika überwintern. Die Vögel erreichen eine Körperlänge von etwa 13cm und wiegt zwischen 16-25 Gramm. Ihr Flug ist weniger reißend wie der der Rauchschwalbe.
Report 2018
Die Mehlschwalbe ist nach der Rauchschwalbe die zweit-äufigste Art 2018 die Insel Sal aufgesucht hat. Fast ausschließlich bevorzugt Sie den südlichen Teil der
Insel zur Nahrungssuche. Die kleine Kläranlage mit den anschließenden Feldern ist der bevorzugte Platz zur Futtersuche auf der ganzen Insel. Je nach Jahreszeit habe ich dort bis zu acht Exemplare täglich zu jeder Tageszeit beobachten können.
Im nördlichen Teil der Insel kommt Sie nur ganz selten im Gebiet von Terra Boa vor. Meist handelt es sich um vereinzelte Exemplare,die dort mit den Rauchschwalben auf Futtersuche gehen.
Die erste Gruppe von Mehlschwalben wurden von mir am 2.1.2018 an der kleinen Kläranlage gesichtet. Bis zum 3.2.18 schwankte die Population zwischen fünf und neun Exemplaren, danach wurde keine mehr auf der Insel gesichtet. Am 15.4. kehrten dann nach und nach die Mehlschwalben in das dortige Revier zurück. Die höchste Anzahl betrug acht Exemplare bis zum 5.7.2018. Auch in dieser Zeit konnte man Sie täglich dort bei der Nahrungssuche beobachten. Am 24.7. das erste Mal ein einziges Exemplar in Terra Boa gesichtet.
Die größten Erfolgsaussichten um die Mehlschwalbe auf der Insel zu beobachten sind die Monate : Januar, April, Mai und Juni.
Bis zum 31.8.2018 wurden 15 verschiedene Exemplare auf der Insel gesichtet.
Die Mehlschwalbe kam als Emigrant relativ häufig in 2018auf Sal vor.
Verweildauer: 2.1. - 3.2.2018 und vom 15.4. - 5.7.2018

RAUCHSCHWALBE - Barn Swallow - Hirundo rustica -   Familie/ Passeriformes: Hirundinidae

Die Rauchschwalbe, auch Haus- oder Gabelschwalbe genannt, erreicht eine Körperlänge von 19-22cm. Davon entfallen zwei bis sieben Zentimeter auf die Schwanzspitze. Bei einer Flügelspannweite von 32-34cm wiegt Sie zwischen 16 - 21 Gramm. Sie ist sehr schlank mit charakteristischen tief gegabelten und langen Schwanz. Ihr Rücken ist metallisch glänzend blau-schwarz.
Report: 2018
Die Rauchschwalbe ist die am häufigsten vertretene Schwalbenart auf der Insel Sal. Sie kommt im südlichen und nördlichen Teil der Insel vor. Im südlichen Teil sieht man sie sehr oft an der kleinen Kläranlage vor Santa Maria auf Nahrungssuche. Im Norden bevorzugt sie das Gebiet von Terra Boa. Hier trifft man sie vermehrt an den dortigen Behausungen vor den Feldern an. Auf den sandigen Böden lässt sie sich gerne nieder oder sitzt auf Zäunen bzw. auf vorhandenen abgestorbenen Astwerk der Mesquite-Bäume. Ansonsten sieht man auch einzelne Exemplare an anderen Orten der Insel.
Die Rauchschwalbe tritt meistens in kleinen Gruppen auf beim Jagen nach Insekten oder sie versammeln sich an ihren Ruhestellen.
Die erste Rauchschwalbe wurde von mir am 14.2. gesichtet, die größte Gruppe die ich angetroffen habe, betrug 13 Exemplare (Terra Boa) und 6 Exemplare an der kleinen Kläranlage. Sehr häufig sieht man sie zu zweit oder dritt in den entsprechenden Revieren auf Nahrungssuche. Sie hält sich hier über einen Zeitraum von mehreren Monaten auf.Am 27.7. wurden noch zwei Exemplare in Terra Boa und ein Exemplar bei Santa Maria gesichtet.
Die größten Erfolgsaussichten um die Rauchschwalbe auf der Insel zu beobachten sind die Monate: März, April, Mai
Bis zum 31.8.2018 wurden 26 Exemplare auf der Insel gesichtet. Die Rauchschwalbe kam als Emigrant sehr häufig in 2018 auf Sal vor.
Verweildauer: 14.2.- 17.6.2018

UFERSCHWALBE - Sand Martin - Riparia riparia    Fam: Schwalbe - Hirundinidae

Mit einer Körperlänge von 12-13 Zentimeter handelt es sich um die kleinste Schwalbenart in Europa. Sie besitzt einen leicht gegabelten kleinen Schwanz,die Oberseite ist erdbraun und die Unterseite weiß mit einem graubraunen Band. Ihr Flug ist weniger zielgerichtet als bei den anderen Schwalben.
Als Weitstreckenzieher verlässt die Uferschwalbe ihr Brutgebiet im August und überwintert in Zentralafrika und Nordwestafrika. Hier auf SAL habe ich bis jetzt nur zwei Exemplare in der Zeit vom 22.4. - 30.4.2018 an der kleinen Kläranlage vor Santa Maria gesichtet.
Die Uferschwalbe wurde auf Sal zum neunten Mal gesichtet.
Report 2018
Die Uferschwalbe ist immer nur relativ kurz im südlichen Teil der Insel zu sehen,  bis jetzt immer nur an der kleinen Kläranlage vor Santa Maria gesichtet. Im nördlichen Teil der Insel wurde sie bis jetzt noch nicht von mir gesichtet.
Auch an der Kläranlage handelt es sich um einzelne Exemplare die dort auf Nahrungssuche gehen. Nur für sehr kurze Zeit gingen dort zwei gleichzeitig auf Insektenjagd. Sie vermeiden auch den direkten Kontakt mit den anderen
Schwalbenarten vor Ort und Jagen meist separat. Dabei umkreisen sie die vorhandenen Mequite-Bäume in beliebigen Höhen oder jagen relativ flach über die dortigen Wiesen. Nur in der Woche vom 20.5.-24.5. waren zwei Exemplare gleichzeitig im Revier, ansonsten immer nur einzelne Exemplare. Das letzte Exemplar wurde vom 17.7. -20.7.2018 im gleichen Revier von mir gesichtet.
Die größten Erfolgsaussichten um die Uferschwalbe auf der Insel zu beobachten sind die Monate: April und Mai
Bis zum 31.8.2018 wurden 5 Exemplare nur an der kleinen Kläranlage vor Santa Maria gesichtet. Die Uferschwalbe kommt nicht sehr häufig vor, als Emigrant aber regelmäßig. Bei der kurzen Verweildauer  ist Sie ein Durchzügler auf Sal.
Verweildauer: 22.4. - 30.4.2018, 20.5. - 24.5.2018 und vom17.7. - 20.7.2018.

RÖTELSCHWALBE - Red-Rumped Swallow - Cecropis daurica - Fam: Schwalben - Hirundinidae

2018 wurden mehrere Exemplare bei Santa Maria und Terra Boa im Zeitraum von Mitte April bis in den Mai hinein beobachtet. Diese Schwalbenart erreicht eine Körperlänge von 16-18 Zentimetern. Sie hat einen rotbraunen Bürzel und ein rotbraunes Nackenband sowie eine lange Schwanzspitze. Bei den indischen und afrikanischen Rötelschwalben handelt es sich eigentlich um Standvögel aber SAL suchen sie höchstwahrscheinlich nur zu diesen Jahreszeiten auf.
6th record for Sal! congrats Uwe Thom

 

Report: 2018

Die Rötelschwalbe ist keine unbekannte auf Sal, schon im letzten Jahr (2017) wurde Sie von Stephen Dunstan hier gesichtet. Auch in diesen Jahr hat Stephan die erste Rötelschwalbe am 20.4.2018 über dem Riu-Hotel im südlichen Teil beobachtet. Die ersten drei Exemplare wurden von mir am 28.4. im

 

nördlichen Teil (Terra Boa) gesichtet. Bei zweien fehlten kurioser Weise die langen Schwanzfedern Alle drei wechselten ständig ihr Jagdgebiet zur Nahrungssuche.

 

An der kleinen Kläranlage vor Santa Maria wurde das erste Exemplar am 29.4. gesichtet. Bis zum 15.5. sah man Sie dort täglich über dem Gebiet auf Nahrungssuche, teilweise waren vier Exemplare gleichzeitig beim Jagen.

 

Die Rötelschwalbe war in den morgendlichen Stunden wesentlich aktiver wie am Nachmittag. Am 16.7. und 17.7.ein einzelnes Exemplar an der kleinen Kläranlage gesichtet, was wohl relativ selten zu dieser Zeit vorkommt.

 

 

Die größten Erfolgsaussichten um die Rötelschwalbe auf der Insel zu beobachten sind die Monate: April und Mai.

 

 

Bis zum 31.8.2018 wurden 8 Exemplare auf der Insel gesichtet. Die Rötelschwalbe kommt als Emigrant regelmäßig auf die Insel, bei einer Verweildauer von ca.1 Monat im Frühjahr.

 

 

Verweildauer: 20.4. - 26.5.2018

Segler

Die Segler -Apodidae sind eine Vogelfamilie aus der Ordnung der Seglervögel - Apodiformes. Segler ähneln in Gestalt und Lebensweise den Schwalben, sind aber mit ihnen nicht näher verwandt. Es handelt sich dabei um konvergente Evolution.

 

Keine andere Vogelfamilie ist so konsequent an das Leben in der Luft angepasst wie der Segler. Alle Arten sind schnelle Dauerflieger. Die meisten Arten leben in den Tropen, wie viele verschiedene Seglerarten davon die Insel SAL besuchen oder gar heimisch sind, muss noch eingehend untersucht werden.

Alexandersegler - Apus Alexandri - Fam: Segler - Apodidae, Kapverden: Andorinhão

Beim Alexandersegler handelt es sich um eine endemische Seglerart auf den Kapverdischen Inseln!
Der Alexandersegler-Apus alexandri ist ein kleiner Segler, der nur auf den Kapverdischen Inseln zu finden ist. Er erreicht eine Körperlänge von 13cm und einer Flügellänge von ca.14 cm, nach dem Haussegler der zweitkleinste Vertreter 

 

der Gattung Apus. Sie schließen sich oft zu Gruppen zusammen, ihre Population gilt als stabil.

 

Der Schwanz des Seglers weist eine wenig ausgeprägte Gabelung auf, die undeutlichste aller Apus-Arten. Er kann nicht so schnell mit anderen Arten im Verbreitungsgebiet verwechselt werden, bis jetzt wurden nur Mauersegler und Fahlsegler auf den Kapverden gesichtet.

 

Bis auf Santa Luzia kommt er auf allen anderen Inseln vor. Er nistet an Häusern und in Höhlen bzw. Felsspalten.

 

Hier auf der Insel Sal ist eine kleine Population immer im Gebiet von Terra Boa auf Nahrungssuche, ob er auch hier nistet ist noch nicht bekannt. Wenn ja,dann höchstwahrscheinlich in Höhlungen oder Felsspalten des Morro SAL. Aus dieser Richtung erscheinen die Segler meist ab der Mittagszeit und suchen immer wieder das gleiche Gebiet zum Jagen auf.

ALPENSEGLER - Alpine Swift - Tachymarptis melba-       Syn.: Apus melba - Fam: Segler - Apodiformes

Alpensegler sind typische Segler mit einem stromlinienförmigen, länglichen Rumpf und sichelförmigen, langen, spitzen Flügeln. Er erreicht eine Körperlänge von 20-23 cm bei einer Flügelspannweite von 51-58 cm und einem Gewicht von 75 - 125 Gramm. Sein Schwanz ist deutlich gegabelt, Kehle und der gesamte Vorderbauch sind weiß, nur unterbrochen durch ein scharf abgesetztes, dunkles Brustband. Europäische Alpensegler sind Zugvögel und überwintern im tropischen Afrika.

 

Report 2018
Der Alpensegler ist einer der größten Segler die man auf Sal zu sehen bekommt. Dank seiner unverwechselbaren Unterseitenzeichnung und einer Flügelspannweite von 51-58 cm unterscheidet er sich von allen hier vorkommenden anderen Seglern. Er hat auf Sal nur eine sehr kurze Verweildauer und man sieht ihn zu dieser Jahreszeit selten mit anderen Seglern am Himmel oder bei der Nahrungssuche. Am 10.7. habe Ich drei Exemplare in Santa Maria über dem Djadsal Moradias beim Segeln beobachten können. Alle drei flogen bei der Nahrungssuche sehr hoch über die Gebäudekomplexe hin und her. Am nächsten Tag waren sie über dem Komplex des Morabeza-Hotels auf Nahrungssuche, so wechselten Sie bis zum 25.7. ständig die Reviere an der südwestlichen Küste der Insel. Teilweise sah man auch nur ein Exemplar, fast ausschließlich in den Nachmittagsstunden. Nur zweimal sind die Alpensegler relativ dicht über den Boden geflogen, meist segelten sie über 10 Meter hoch.
Die größten Erfolgsaussichten um den Alpensegler auf der Insel, zu beobachten sind die Monate:  Juli
Bis zum 31.8.2018 wurden 3 Exemplare auf der Insel gesichtet. Der Alpensegler kommt als Emigrant zwar regelmäßig auf die Insel, wird aber relativ selten gesehen bei der kurzen Verweildauer.
Verweildauer: 10.7. - 25.7.2018
Kurze Verweildauer auf der Insel, vom 10.7. -25.7.2018

MAUERSEGLER - Swift - Apus apus - Fam: Segler - Apodidae


FAHLSEGLER - Pallid Swift - Apus pallidus, Fam: Segler - Apodidae


Brachschwalbenartige

Die Brachschwalbenartigen - Glareolidae sind eine Vogelfamilie aus der Ordnung der Regenpfeiferartigen - Charadriiformes. Sie vereinen zwei äußerlich vollkommen unterschiedliche Vogeltypen: die Brachschwalben, die wendige Flieger sind und die Rennvögel, die sich vorwiegend laufend am Boden aufhalten. Den kurzen, gebogenen Schnabel habe alle Arten gemein. Damit enden aber auch die äußerlichen Gemeinsamkeiten. Alle Arten sind Bodenbrüter und sind auf die wärmeren Gebiete der Alten Welt beschränkt. Rennvögel bewohnen trockene Gebiete wie Steppen. Die Brachschwalben sind an die am Wasser lebenden Insekten gebunden und daher auch nicht weit davon anzutreffen.
Rennvögel sind standortstreue Vögel und auf SAL das ganze Jahr über zu sehen. Sie nisten hier regelmäßig, wogegen die Brachschwalben reine Zugvögel sind.

RENNVOGEL -  Cream coloured Courser - Cursorius cursor - Fam: Glareolidae - Kapverden: Corredeira

Rennvögel sind eine Limikolenart. Der etwa 23 Zentimeter lange Rennvogel ist ein zierlich gebauter, regenpfeiferartiger Vogel mit einer auffallend aufrechten Haltung. Er hat relativ lange Beine, einen auffallend runden Kopf und einen nach unten gebogenen Schnabel. Männchen und Weibchen unterscheiden sich nicht. Es gibt mehrere Unterarten. 

Hier auf Sal bevorzugt er das trockene, karge und offene Gelände als Lebensraum. Wenn er aktiv ist sieht man ihn sehr gut bei der Nahrungssuche schon von weiten, ansonsten ist sein rostfarbenes Gefieder die perfekte Tarnung auf dem wüstenartigen Boden. Fast immer werden die Rennvögel hier von Wüstenläuferlerchen begleitet, eine Begründung dafür habe Ich nicht.

 

Sichtung: Am meisten trifft man die Rennvögel in den weiten Ebenen beim Monte Grande und Terra Boa an. Dort ist er sehr scheu und flieht laufend um sich in den Senken oder hinter Grasbüschel zu verstecken. Von da sichert er die gesamte Umgebung.

In Ponta Preta hat sich die dortige Population sehr gut an den Menschen gewöhnt, so dass man oft sehr nah an die Vögel heran kommt.

Am 3.12.17 habe ich zum ersten Mal mehrere adulte Vögel mit drei noch nicht flugfähigen Jungen in der Ebene unterhalb des Monte Grande beobachten können. Also nistet der Rennvogel hier ab September, die Jungvögel waren bestimmt um die vier bis fünf Wochen alt.


ROTFLÜGEL-BRACHSCHWALBE - Collared pratincola - Glareola pratincola - Fam: Brachschwalbenartige -   Glareolinae


Gemeiner Star - Common Starling - Sturnus vulgaris - Fam: Stare - Sturnidae

Die zweite Vogelart, die vorher nie auf SAL und den anderen Kapverdischen Inseln gesichtet wurde. Kommentar vom Ornithologen Eduardo Garcia del Rey:

 "First for Cape Verde, congrats Uwe Thom."

 Der Star, auch als Gemeiner Star bezeichnet, ist der in Eurasien am weitesten verbreitete und häufigste der Familie der Stare. Um so erstaunlicher ist es, dass dieser Star zum ersten Mal auf den Kapverden von mir gesichtet wurde. Ob er regelmäßig hier überwintert wird sich in der Zukunft zeigen. Hier auf SAL haben

 

auf jeden Fall drei Stare überwintert und dafür das fruchtbare Tal von Terra Boa auserwählt.

 

Er erreicht eine Körperlänge von 19-22cm, bei einem Gewicht von ca 75-80 Gramm. Seine Flügel wirken im Flug dreieckig und spitz. Beim winterlichen Schlichtkleid sind die Körperfedern schwärzlich mit metallisch grünem oder purpurnem Glanz und haben weiße bis beigefarbene Spitzen. Der ganze

 

Körper erscheint dadurch hell gepunktet. Die hier überwinternden Stare sind sehr scheu und fliegenbei der kleinsten Störung in abgelegene Baumkronen, wo Sie dann abwartend verweilen.

SÜDLICHER RAUBWÜRGER - Southern grey shirke - Lanius meridionalis - Fam: Würger - Laniidae

Sehr selten auf den Kapverdischen Inseln zu sehen.
***MEGA***3rd record for Cape Verde.
Great Grey Shrike (some authorities considered it as Southern Grey Shrike)
1 ind., 28/01/2018, Santa Maria (Sal) (Uwe Thom)
Der Südliche Raubwürger, auch Mittelmeer-Raubwürger ist ein etwa amselgroßer Vertreter der Gattung Lanius. Er kommt in mindestens zehn Unterarten in der westlichen, zentralen und südlichen Paläärktis vor. Die südlichsten Verbreitungsgebiete liegen in der nördlichen Afrotropis. Zwische dem
südlichen und nördlichen Raubwürger gibt es kaum Unterschiede, Er ist aber schlanker, deutlich leichter und erheblich langbeiniger. Er erreicht eine Körperlänge von ca. 24cm und wiegt dann 50-90 Gramm. Er bevorzugt offene, Busch- und spärlich Baumbeständene trockene Landschaften. Er sitzt oft auf verschiedenen Ansitzen, die er aber regelmäßig wechselt. Von dort aus erspäht er seine Beute, die aus verschiedensten Insekten und Echsen besteht. Er ist sehr aufmerksam und beobachtet seine Umgebung ganz genau. Bei der kleinsten Störung wechselt er sofort sein Revier. Er wurde erst dreimal auf den Kapverden gesichtet und ist auf der Insel SAL am 28.1.2017 zum ersten Mal von mir entdeckt worden.

Lerchen

Die Lerchen sind eine artenreiche Familie in der Ordnung der Sperlingsvögel - Passeriformes in  der Unterordnung der Singvögel - Passeres. Die Familie umfasst mehr als 90 Arten. Es sind kleine Singvögel, die durchgängig ein bräunliches Gefieder haben. Das meist eine Strichelzeichnung aufweist. Es sind in der Regel Bodenbrüter die ihr Revier verteidigen und leben in offeren Landschaften. Es gibt bei den Lerchen viele standorttreue Arten, andere sind Strich- oder Zugvögel. Eine große Anzahl kommt in Afrika vor, ein weiterer Verbreitungsschwerpunkt ist Asien.
Lerchen sind kleine bis mittelgroße bodenbewohnende Vögel, die eine Körperlänge von 10 - 23 cm je nach Art aufweisen. Alle mir bekannten Arten auf SAL: Wüstenläuferlerche, Weißstirnlerche und die Sandlerche sind zahlreich hier vertreten. Die Wüstenläuferlerche und Sandlerche sieht man auf fast allen offenen Habiten die wüsthaften Charakter haben, die Weißstirnlerche auch verstärkt in den Dünenlandschaften. Alle drei Arten brüten hier kurz nach der Regenzeit im August/September, ab Oktober kann man dann die ersten Jungvögel mit ihren Eltern beobachten. Die Weißstirnlerche sucht regelmäßig Süsswasserstellen auf, was die anderen zwei Arten nicht tun.
Auf der kleinen, nur 7 km² großen unbewohnten Insel Razo lebt eine der seltensten Lerchenarten: die Razo Lerche - Alauda razae. Ihr Bestand ist von Jahr zu Jahr sehr schwankend, was auch einwenig mit den jährlichen Niederschlägen zu tun hat.
Im April 2018 wurden mehrere Exemplare der Kurzzehenlerche auf SAL in der Nähe von Ponta Preta gesichtet,ob es sich um Durchzügler handelt oder ob sie sich auf der Insel integrieren muß abgewartet werden.

WÜSTENLÄUFERLERCHE - Greater Hoopoe-Lark - Alaemon alaudipes - Fam: Alaudidae - Kapverdischer Name: Cotovia

Die Wüstenläuferlerche ist eine Vogelart aus der Familie der Lerchen, die auf Sal sehr häufig im offenen, sandigen wüstenartigen Gelände anzutreffen ist. Sie fällt sehr schnell auf, wenn Sie ihren pfeifenden Gesang im Sinkflug vorträgt. Dabei steigt Sie zwei bis fünf Meter in die Höhe um sich dann im Sturzflug zu Boden fallen zu lassen, ein wahres Schauspiel.

 

Die Wüstenläuferlerche ist ca 19-23cm groß, sehr hochbeinig und wiegt ca. 30-50g. Die Brutzeit auf der Insel beginnt kurz nach der Regenzeit im August/September. Die Nester werden oft auf kleinen Büschen und Grasnarben in spärlicher Vegetation angelegt. Das Gelege besteht meist aus zwei Eiern. Die Pärchen sind auf Sal sehr territorial, so dass man die Lerchen immer wieder im gleichen Gebiet antrifft und beobachten kann.

WEIßSTIRNLERCHE - Black crowned Finch Lark - Eremopterix nigricep's - Fam:Alaudidae Kapverden: Pastor

Die Weißstirnlerche ist eine sehr kleine, finkenähnliche Lerche, die einen dicken kurzen Schnabel hat. Sie erreicht eine Körperlänge von 10-12 Zentimeter bei einem Gewicht von 10-12 Gramm.

Es besteht ein ausgeprägter Geschlechtsdimorphismus, beim Männchen sind die Stirn, der Nacken, Hinterhals ,Wangen, Ohrdecke, Vorderhals und die Halsseiten weiß. Das Weibchen hat einen rötlich-zimtfarbenen Kopf, der durch die dunklen Federschäfte gestrichelt wird. Jungvögel ähneln zunächst dem adulten Weibchen.

Die Lerche brütet hier kurz nach der Regenzeit im August/ September. Das Gelege besteht meist aus zwei Eiern die sie im Schutz von Grasbüscheln oder Steinen anlegt.

Sichtung: Sie ist hier auf der Insel sehr oft in der Dünenlandschaften von Santa Maria an der  Ost- und Westküste zu sehen. Dort brütet Sie auch. Regelmäßig trifft man sie auch an  den vorhandenen Süsßwasserresvaten an, wo Sie in den Morgen- und späten  Nachmittagsstunden ihren Wasserhaushalt auffühlt. Im September/Oktober sieht man oft die erwachsenen Weibchen mit ihren Jungvögeln bei der Futtersuche und deren Fütterung.


SANDLERCHE - Ammomanes cintura - Fam: Alaudidae

Die Sandlerche ist eine Art aus der Familie der Lerchen und erreicht eine Körperlänge von 13-16 cm bei einem Gewicht von 21-23 Gramm. Es besteht kein auffallender Geschlechtsdimorphismus.Sie ist eine rötlich und gräulich gefärbte Lerche, deren Gefieder kaum eine Strichelung aufweist.
Auf dem Boden ist Sie ein schneller Läufer, der immer wieder verharrt. Ihre Brutzeit auf den Kapverden fällt in den Zeitraum von September bis in den April hinein. Die meisten Nester werden gleich nach der Regenzeit angelegt. Ab Oktober sieht man dann die Jungvögel, welche von ihren Eltern gefüttert 
werden. Ihr Lebensraum auf der Insel sind die steinigen und wüstenhaften Gegenden. Sie kommt fast überall auf der Insel vor, da Sie hier ideale Lebensvoraussetzungen vorfindet.

KURZZEHENLERCHE - Calandrella brachydactyla -       Greater Short-toed Lark - Fam: Lerchen - Alaudidae

Diese kleine Lerchenart besiedelt weite Teile von Nordwestafrika. Sie bewohnt trockene, baum- und buschlose Offenlandschaften wie Trockenrasen und Halbwüsten. Die Art ist je nach Verbreitungsgebiet überwiegend ein Mittel- bis Langstreckenzieher und überwintert vor allem am Südrand der Sahara. Sie erreicht eine Körperlänge von 14-16 cm und wurde hier auf den Kapverden jetzt zum vierten Mal gesichtet. Die hiesigen Exemplare halten sich überwiegend in den trockenen Graszonen an der südwestlichen Seite der Insel auf. Sie suchen regelmäßig die gleichen Futterstellen zur Nahrungssuche auf.

EUROPÄISCHER BIENENFRESSER - European bee-eater Merops apiaster - Fam: Bienenfresser-Meropidae

Der Bienenfresser ist ein auffallend bunter Vogel aus der gleichnamigen Familie der Bienenfresser-Meropidae und gehört zu den Vögeln die in Afrika überwintern. Hier auf den Kapverden ist er ein durchziehender Gast, der nur eine kurze Rast auf der Insel macht um wieder nach Europa zu ziehen.
Er erreicht eine Körperlänge von ca. 28cm und ist einer der buntesten, kaum zu verwechselnden Vögel Europas. Er bevorzugt warmes Klima und überwintert auch in den Regionen Nordwestafrikas und bevorzugt offene Landschaften mit einzelnen Bäumen und Büschen. Deshalb hat er auch auf Sal das Gebiet von Terra Boa auserwählt, denn dort findet er genau diese bevorzugte Vegetation vor. Auf SAL wurde von mir eine relativ große Population von 11 Exemplaren auf einmal gesichtet. Die Gruppe kann aber auch weit aus größer gewesen sein. Sie machten dort Jagd auf fliegende Hautflügler, von herausragenden Ästen flogen sie gezielt die gesehenen Hautflügler an. Danach begaben sie sich wieder auf den gleichen Platz, an dem das Insekt am Ast bearbeitet wurde um es
anschließend zu verspeisen. Dein Bienenfresser bemerkt man eigentlich gleich an seinen Lauten und den fabelhaften Flugeigenschaften im entsprechenden Gebiet.
Am 9/4/2018 wurde wohl eine der größten Ansammlungen von Bienenfresser auf SAL von mir gesichtet. Die Population bestand aus 26 Vögeln, welche sich gemeinsam auf zwei Bäumen versammelt hatten. Auch bei Santa Maria wurden fünf Exemplare beobachtet, die aber höchstwahrscheinlich aus Terra Boa gekommen sind. Der Bienenfresser wurde das dritte Mal auf SAL gesichtet, so dass man von ausgehen kann, dass diese Durchzügler jedes Jahr einen Stop auf SAL einlegen.
In 2018 haben mindestens 26 Europäische Bienenfresser den ganzen April über auf der Insel verweilt und wechselten von Terra Boa entlang der Westküste auch ihr Revier bis zum südlichen Santa Maria.

Schmätzer

Die Schmätzer -Saxicolinae sind eine Unterfamilie aus der Familie der Fliegenschnäpper - Muscicapidae innerhalb der Sperlingsvögel-Passeriformes. Die Schmätzer sind in der alten Welt verbreitet und ernähren sich vorwiegend von Insekten. Die meisten Arten sind in den Tropen und Subtropen Afrikas und Südostasien beheimatet. Schmätzer sind eine wenig einheitliche Gruppe

relativ kleiner Arten, die vielfach ein recht buntes Gefieder und schlanke Beine aufweisen. Hier auf der Insel Sal konnte ich bis jetzt zwei Arten von Schmätzern nachweisen, zum ersten Mal überhaupt auf den Kapverdischen Inseln den Wüstensteinschmätzer.


WÜSTENSTEINSCHMÄTZER - Dessert Wheatear - Oenanthe deserti, Fam: Fliegenschnäpper - Muscicapidae

Der Wüstensteinschmätzer ist ein Vogel aus der Familie der Fliegenschnäpper-Musciapidae. Er ist gekennzeichnet durch seine grauschwarzen Schwingen, den hellen Flügelbug und die bei dem Weibchen weiße Säume der Flügeldecken. Er erreicht eine Körperlänge von 14-16cm, bei einer Flügelspannweite von 26-32cm und einem Gewicht von ca.17-30 Gramm.

 

Als Lebensraum bevorzugt er die flachen offenen und trockenen Flächen der Insel. Er ist etwas kleiner wie die hiesige Wüstenläuferlerche. Im Gegensatz zu ihr sitzt der Wüstensteinschmätzer gerne auf vorhandenen Astwerk, sucht aber seine Nahrung am Boden. An seinen bevorzugten Plätzen tauchte er meist in den späteren Morgenstunden auf. Ab Anfang März scheint er hier sein Winterquartier zu verlassen. Im Zeitraum vom 23.1. - 27.2. wurden insgesamt drei Wüstensteinschmätzer gleichzeitig an einem Tag von mir gesichtet.

 

Es ist die erste Vogelart die auf den Kapverden von mir am 23.1.2018 neu entdeckt wurde, Sie wurde hier vorher noch nie gesichtet !

 

 

Kommentar vom Ornithologen Eduardo Garcia del Ray: "First for Cape Verde, congrats Uwe Thom."

STEINSCHMÄTZER - Nothern Wheatear - Oenanthe  oenanthe - Fam: Fliegenschnäper - Muscicapidae

Der Steinschmätzer ist 14,5 - 15,5 cm lang. Bei einer Flügelspannweite von 26-32cm wiegt er 22-28g. Hier auf der SAL trifft man sie im Schlichtkleid an, In dem der Unterschied zwischen denn Geschlechtern nicht so stark variiert. Sie bevorzugen normalerweise offenes und steiniges Gelände. Er ist ein Zugvogel der in vielen Teilen von Afrika überwintert und dann in Europa nistet.

 

Drei wurden auf den Feldern von Terra Boa zum ersten Mal am 21/2/2018 gesichtet. Alle drei waren vorher in Bodennähe auf Nahrungssuche und sind dann in die offenen Bäume geflogen.
Ab März legen die Steinschmätzer auf der Insel langsam ihr winterliches Schlichtkleid ab. Zum Ende des gleichen Monats sieht man Sie dann im neuen, farbigen Prachtkleid in den entsprechenden Gebieten der Insel.

GARTENROTSCHWANZ - Common Redstart - Phoenicurus phoenicurus - Fam: Schnäpper - Muscicapidae

Der Gartenrotschwanz ist eine Vogelart aus der Familie der Fliegenschnäpper. Früher wurde die Gattung mit anderen schmätzerähnlichen Arten zu den Drosseln - Trudidae gezählt. Als Höhlen- und Halbhöhlenbrüter bewohnt er vorwiegend lichte Wälder. Hier auf SAL sieht man ihn in den gleichen Gebieten in denen sich auch die anderen Schmätzerarten aufhalten. Er erreicht eine Körperlänge von 13-14,5cm und wiegt dann ca. 12-20 Gramm. Das Männchen ist, im Gegensatz zum Weibche,n auffallend kontrastreich gefärbt. Er sitzt meist auf niedrigen Ansitzen, Ästen oder kleinen Büschen. Dabei zittert er auffallend mit dem Schwanz. Auf den Kapverdischen Inseln soll diese Art mittlerweile bodenständig sein, auf SAL habe Ich diese Exemplare erst ab Ende März gesichtet.

3rd for Sal, 5th for Cape Verde! Congrats Uwe


BRAUNKELCHEN - Whinchat - Saxicola ruberta -       Fam: Fliegenschnäpper - Muscicapidae.

Das Braunkelchen ist ein Singvogel aus der Gattung der Wiesenschmätzer und der Familie der Fliegenschnäpper. Es erreicht eine Körperlänge von 13-14 cm und wiegt dabei etwa 15-20 Gramm.
Das Männchen hat einen weißen Überaugstreif und einen weißen Kinnstreif, der Bereich zwischen den beiden Streifen ist schwarz. Sein Winterquartier hat er in der südlichen Sahara. Er bevorzugt dort offene frische bis feuchte Flächen mit nicht zu hoher Gehölz- und Heckendichte.
Hier auf SAL und den Kapverden wurde das Braunkelchen nun das dritte Mal im April 2018 bei Ponta Preta gesichtet.

Grasmücken

Die Grasmücken-Sylvia sind eine Gattung von Singvögeln, die zur Familie der Grasmückenartigen-Sylviidae gehört. Grasmücken leben in Wäldern und dichtem Gebüsch und schlüpfen geschickt durch niedrige Dickichte. Ihr Gesang ist oft laut und charakteristisch, so dass man Sie daran gut erkennen und unterscheiden kann. Die Gattung ist eine größeren in der Familie Sylviidae und umfasst
26 Arten, wovon verschiedene zum Überwintern hier auf die Kapverdischen Inseln kommen. Aber auch standorttreue Arten wie die Brillengrasmücke und die Wüstengrasmücke sieht man das ganze Jahr über auf SAL. Die verschiedenen Arten bevorzugen auf der Insel die unterschiedlichsten Lebensräume, wobei die Brillengrasmücke auf SAL am häufigsten vorkommt. Im Februar wurde auch zum ersten Mal die Mönchsgrasmücke von mir entdeckt, die ihren Lebensraum in den Mesquite -Wäldern von Terra Boa gefunden hat.

BRILLENGRASMÜCKE - Spectacled Warbler - Sylvia conspicilatta - Fam: Grasmückenartige - Sylviidae Portugiesisch: Toutinegra-tomilhera

Die Brillengrasmücke ähnelt sehr der Dorngrasmücke. Sie ist mit einer Körperlänge von 12-13 cm und einem Gewicht von 8-10 Gramm aber kleiner und schlanker. Hier auf SAL ist sie die am häufigsten vorkommende Grasmückenart. Die größte Population findet man in Terra Boa. Hier hat Sie ideale Lebensbedingungen und nistet auch regelmäßig. Die Brillengrasmücke erkennt man sehr gut an ihren schrillen Gesang, ihre Töne sind sehr hell. Ansonsten trifft man Sie überall auf der Insel an, wo geeignetes Buschwerk zur Verfügung steht. Sie bevorzugt offene Habiate aber ist auch in den etwas mehr bewaldeten Gebieten anzutreffen.

WÜSTENGRASMÜCKE - African desert warbler. -        Sylvia deserti - Fam: Grasmückenartige - Sylviidae

Die Wüstengrasmücke ist ein Vogel aus der Gattung der Grasmücken. Sie erreicht eine Körperlänge von 11,5 bis 12.5 Zentimeter und zählt damit zu den kleinsten Grasmückenarten. Ihr Lebensraum sind steinige Halbwüsten und trockene Steppen. Auf SAL bevorzugt sie die sandigen Dünenlandschaften und deren Vegetation. Auf SAL ist die Wüstengraßmücke eine relativ selten zu sehende Art, die ich bis jetzt nur in einem kleinen Gebiet an der Ostküste gesichtet habe.
Die Wüstengrasmücke hält sich hier ausschließlich in den Tamariskengewächse der Dünenlandschaft auf. Sie verlässt diese nur um ein neues schützendes Versteck aufzusuchen. Man sieht sie fast gar nicht auf offen Stellen. Deswegen ist sie auch sehr schwer dort zu finden. Ihre hellen, ruckartigen Gesänge sind oft die einzigen Hinweise auf ihre Anwesenheit. Bei Störungen hört sie meist mit dem Gesang auf und tarnt sich außerordentlich gut im Strauchwerk. Sie bevorzugt aber immer wieder die gleichen Buschwerke zur Nahrungssuche und zum Schutz.
In der Zeit von 9:30 -11:30 Uhr ist sie sehr aktiv und singt auch relativ oft, dann erst wieder so zwei Stunden vor Sonnenuntergang.
Im südöstlichen Dünengebiet vor Santa Maria sind die Wüstengrasmücken am besten zu beobachten.

MÖNCHSGRASMÜCKE - Black-cap - Sylvia atricapilla -     Fam: Grasmückenartige - Sylyiidae

Die Möchsgrasmücke wurde am 14/2/2018 das erste Mal auf der Insel Sal gesichtet und nachgewiesen.

Kommentar vom Ornithologen Eduardo Garcia del Rey:

 "First record for Sal Uwe Thom."

Die Mönchsgrasmücke ist die häufigste Grasmückenart in Mitteleuropa. Sie erreicht eine Körperlänge von 13,5 bis 15 cm, bei einer Flügelspannweite von 20-30 cm und einem Gewicht zwischen 15-23 Gramm. Bei den Männchen ist die schwarze Federkappe charakterisch - deswegen werden sie auch Schwarzköpfchen genannt. Die Jungvögel und Weibchen weisen eine rotbraune Kappe auf. Dieser Wintergast auf unserer Insel verlässt uns Anfang März. In 2017/18 wurden drei Mönchsgrasmücken an verschiedenen Plätzen im weitläufigen Gebiet von Terra Boa an einem Tag gesehen und gehört. Ihr typischer und lauter Gesang ist unverwechselbar bei den hier vorhandenen Vogelarten. In Terra Boa hält sie sich in den dortigen, dichten Baumbeständen
auf und verlässt diese so gut wie gar nicht. Sie wechselt regelmäßig ihr umliegendes Revier nur von Baum zu Baum.
Die Mönchsgrasmücke scheint sich auf der Insel Sal voll integriert zu haben, da Sie das ganze Jahr über auf der Insel verweilt und bestimmt auch hier in Terra Boa brütet. Man kann davon ausgehen, dass die hiesigen Mönchsgrasmücken reine Standvögel sind.

ZILPZALP-WEIDENLAUBSÄNGER - Common Chiffchaff -Phylloscopus collybita - Fam: Laubsänger-Phylloscopidae, Portugiesisch: Felosinha

Der Ornithologe Klaus Ewald kommentiert diesen Fund so: Zilpzalp, Common Chiffchaff, portug.: Felosinha - diese Art ist für die Insel SAL laut Buch von Tony Clarke "Birds of the Atlantic Islands" bisher NICHT nachgewiesen...!!

 

Kommentar von Eduardo Garcia del Rey: (Ornithologe) Uwe Thom you got the 4th record of this species, congrats!!!! Uwe Thom 1st for Sal :)
Der Zilpzalp oder Weidenlaubsänger Phylloscopus collybita ist eine Vogelart aus der Familie der Laubsängerartigen -Phylloscopiedae. Zilzalpe sind klein, ohne auffallende Zeichnungen und bewegen sich meist gedeckt in höherer  Vegetation. Er ist ein Kurz- und Langstreckenzieher. Der Vogel erreicht eine Körperlänge von 10-12 cm, bei einem Gewicht von ca. 6-10 Gramm. Der von mir gesichtete Zilpzalp auf SAL wählte als Lebensraum für die Überwinterung fünf verschiedene Mesquite Bäume die relativ nah zusammen standen. Dort suchte er in den belaubten oberen Teil systematisch nach Nahrung, um dann im geschützten Astwerk am Boden nach Grassamen oder Insekten zu suchen. Ab Anfang/März
trat der Vogel dort nicht mehr in Erscheinung, so dass man von einer Rückkehr nach Europa ausgehen muss. Er ist nun schon zum vierten Mal auf den Kapverdischen Inseln gesichtet worden, aber das erste Mal überhaupt auf der Insel Sal.

Pieper

Die Pieper - Anthus sind eine Vogelgattung aus der Unterordnung der Singvögel. Es handelt sich um verhältnismäßig kleine Vögel mit einem mittleren- bis großen Schwanz. Gemeinsam mit den Stelzen und den beiden monotypischen Gattungen - Tmetothylacus und Dendronathus gehören sie zur Familie der Stelzen und Pieper. Es sind schlanke, in der Regel unauffällig gefärbte Insektenfresser. Sie sind Bodenbrüter, zur Gattung werden bis zu 40 Arten zugerechnet. Die Pieper sind nahezu weltweit vertreten, hier auf der Insel Sal kommen mehrere Arten vor. Am meisten trifft man den Rotkehlpieper an, der genau wie der Wiesenpieper vorhandene Grasnarben bevorzugt. Seltener
zu sehen ist der Baumpieper,der es versteht, sich in den dichteren Astwerken gut zu tarnen und nur gelegentlich bei der Nahrungssuche zu sehen ist.
Am 30.4.2018 wurde zum ersten Mal auf SAL ein Brachpieper in den offenen trockenen Graswiesen Nähe von Ponta Preta von mir gesichtet.

ROTKEHLPIEPER - red-throated pipit - Anthus cervinus - Fam: Stelzen und Pieper - Motacillidae

Der Rotkehlpieper-Anthus cervinus ist eine Vogelart aus der Familie der Stelzen und Pieper. Er bewohnt die nördliche Taiga und überwintert in den Tropen Afrikas und Asiens. Er erreicht eine Körperlänge von 14-15 cm und ist etwa so groß wie der Wiesenpieper. Hier trägt er sein Schlichtkleid,ansonsten ist er mit seiner rostfarbenen Kehle unverwechselbar, obwohl auch diese Farbe ein wenig im Schlichtkleid erhalten bleibt. Hier auf der Insel sucht er regelmäßig feuchte Gelände wie die Brackwasserbereiche auf. Dort badet er gerne um dann auf kurzen Grasnarben seine Nahrung zu suchen. Es ist die Pieperart die am meisten auf der Insel Sal gesichtet wird. Er sucht auch fast täglich immer wieder die selben Gebiete auf. Die Insel verlässt er ab Mitte März und erscheint dann wieder im Laufe des Oktobers.

BAUMPIEPER - Tree pipit - Anthus trivialis - Fam: Stelzen und Pieper - Motacillidae

Der Baumpieper-Anthus trivialis ist eine Vogelart aus der Familie der Stelzen und Pieper - Motacillidae.
Er überwintert als Langstreckenzieher in den Afrikanischen Savanen und auch auf der Insel Sal. Dort findet man in an den aus Mesquite - Bäumen bestehenden Waldrändern. Meist bleibt er aber im dichten Geäst unscheinbar, nur zur Nahrungssuche verlässt er seine Deckung für kurze Zeit. Oft sieht man Ihn hier auf den Lichtungen, er gehört aber hier zu den selteneren Pieperarten. Er erreicht eine Körperlänge von durchschnittlich 15cm und wiegt dann ca. 22-24 Gramm. Es ist für SAL ein relativ seltener Besucher,der jetzt erst durch meine Sichtung in Terra Boa, am 25.2.2018 zum zweiten Mal auf der Insel nachgewiesen wurde.

BRACHPIEPER - Tawny pipit -Anthus campestris  Fam: Stelzen und Pieper - Motacillidae

Diese große Pieperart besiedelt die südliche und mittlere Paläärktis. Er bewohnt dort überwiegend Steppen, Halbwüsten und Wüsten. Er ist ein Langstreckenzieher und überwintert in der Sahelzone südlich der Sahara. Er erreicht eine Körperlänge von 15,5 bis 18cm und ist damit größer als der auch hier vorkommende Baumpieper. Er besitzt einen kräftigen, hellen Überaugenstreif, der über den Ohrdecken endet. Auf dem Boden verhält er sich ähnlich wie eine Stelze, er läuft aufrecht und wippt dann des Öfteren mit dem Schwanz auf und ab. Am 30.4.2018 wurde der Brachpieper das erste Mal auf der Insel Sal nachgewiesen. Auf den Kapverden wurde er nun schon zum dritten
Mal gesichtet. Auch hier in der Nähe von Ponta Preta bevorzugt er trockene Graswiesen in der dortigen Dünenlandschaft zur Nahrungssuche.

BACHSTELZE - Wight Wagtail - Motacilla alba - Fam: Stelzen und Pieper - Motacillidae

Die Bachstelze-Motacilla alba ist eine Singvogelart aus der Familie der Stelzen und Pieper. Sie fällt durch ihr kontrastreiches, schwarz-weiß-graues Gefieder und den stelzentyipischen Wippschwanz auf. Sie erreicht eine Körperlänge von 16,5 bis 19cm, wovon ca. 9cm allein die Schwanzlänge des Vogels beträgt. Sie wiegt ca.25 Gramm. Die hier zum Überwintern erscheinende Bachstelze tritt hier
im Schlichtkleid auf und verlässt die Insel ab Mitte / März. Ich habe bis jetzt erst ein Exemplar in Terra Boa gesehen, welches sich am Boden schreitend und laufend fortbewegte.

WELLENASTRILD - Estrilda astrild  - Fam: Esrildidae - Kapverden: Bico de Lacre

Der Wellenastrild ist ein Singvogel aus der Familie der Prachtfinken Er bewohnt große Teile Afrikas südlich der Sahara. Er erreicht eine Länge von 11-13 Zentimetern, bei einer Flügelspannweite von 12-14 Zentimeter und einem Gewicht von 7-10 Gramm. Das Gesicht zeigt einen breiten 
scharlachroten Augenstreif. Der kegelige Schnabel ist siegelwachs-rot gefärbt. Die auf den Kapverden vorkommenden Wellenastrilde sollen Nachkommen von Vögeln sein, die um 1865 von einem aus Angola kommenden Transport entflohen.
Sichtung: Diese Fotos wurden im November 2017 am kleinen Biotop beim Wassertank in Santa Maria gemacht. Es handelt sich dort um ein Pärchen was sehr schwer zu entdecken ist. Er versteckt sich in den dortigen Büschen und ist nur zu sehen wenn er auf Nahrungssuche ist. Er bevorzugt die dort wachsenden Gräser und hüpft dann von Halm zu Halm. Außer dort wurde er noch nicht weiter auf der Insel gesichtet.

Sperlinge

Die Sperlinge - Passeridae sind eine Familie der Vögel, die zu den Singvögeln gehört. Es werden insgesamt elf Gattungen mit 48 Arten zu dieser Familie gerechnet. Ihre Verbreitung ist vorwiegend Eurasien und Afrika, wobei Afrika der Verbreitungsschwerpunkt ist. Sperlinge sind kleine Singvögel, die typischerweise eine Körperlänge zwischen 10-20 Zentimeter erreichen. Es sind kompakt gebaute
Vögel mit einem, im Verhältnis zur Körpergröße, großen Kopf sowie einem kurzen, kräftigen Schnabel der vorne spitz ausläuft. Sperlinge bevorzugen als Lebensraum offene, trockene oder semi-ariade Regionen, kommen aber auch in Savannen, Buschland und Wüsten vor.
Sie baden gerne, um anschließend ein anständiges Sandbad oder Staubbad zu nehmen, damit werden lästige Parasiten entfernt. Sie ernähren sich hauptsächlich von pflanzlichen Material, wie z.Bsp.  Samen. Hier auf der Insel Sal dominiert der endemische Kapverdensperling der in größeren Gruppen anzutreffen ist. Die wesentlich scheueren Weidensperlinge sieht man vermehrt
im Norden der Insel. Es ist eine Art, die sich sehr viel auf den Bäumen aufhält und diese fast ausschließlich zur Futtersuche verlässt.

KAPVERDENSPERLING - Passer iagoensis - Fam: Passeridae -  Kapverden: Pardei de Terra

Der Kapverdensperling- Passer iagoensis ist eine Vogelart aus der Familie der Sperlinge-Passeridae,die auf den Kapverdischen Inseln endemisch ist. Er gehört dort zu den häufigsten Arten und ist nicht bedroht. Er erreicht eine Körperlänge von 12.5 - 13cm und ist damit etwas kleiner als der Feldsperling. Beide Geschlechter sind unterschiedlich, bei adulten Männchen sind Schnabel, Stirn,

 

Scheitel, Zügel, ein schmaler Augenstreif sowie Kinn und Kehle schwarz oder schwarzgrau. Der schwarze Scheitel läuft nach hinten in das Grau des Nackens zum oberen Rücken über. Das Weibchen ähnelt dem des Haussperlings. Es steht ein beiger Überaugenstreif hervor, der sich hinter dem Auge stark verbreitert und bogenförmig auf die Nackenseiten reicht. Hier auf SAL ist er die dominante

 

Sperlingsart. Man sieht ihn fast in jeder Hotelanlage, auf Feldern und in den verschiedensten trockenen Gebieten. In Terra Boa kommt er vermehrt mit dem Weidensperling vor, wogegen sich beide Arten selten vermischen bei der Nahrungssuche. Seine Nahrung besteht überwiegend aus Sämereien, oft

 

sieht man ihn in großen Gruppen bei der Nahrungssuche. Er nistet hier in allen möglichen geeigneten Brutstätten, jedes geeignete Loch, egal ob an Häusern, Felsspalten oder Lavafeldern.

 

Auf SAL kommt eine sehr große Population vor, die tausend Vögel weit übersteigen dürfte.

WEIDENSPERLING - Passer hispaniolensis - Fam:Sperlinge - Passeridae, Kapverden: Tchota de Coco

Der Weidensperling- Passer hispaniolensis ist eine verbreitete Art des Mittelmeerraumes. Er ist eng verwandt mit dem Haussperling. Er erreicht eine Körperlänge bis 15cm, mit einer Flügelspannweite von 23-26cm und einem Gewicht um die 28 Gramm. Er ist ein Brutvogel der gemäßigten sommertrockenen Steppen und Wüstenregionen. Hier auf der Insel Sal sieht man ihn mehr auf der nördlichen Seite der Insel. In Terra Boa lebt eine Gruppe, die immer wieder die gleichen Mesquite-Bäume als Ruhestätte aufsucht. Nur zur Nahrungssuche verlässt der Weidensperling die sichere Deckung dieser Bäume, da es eine sehr scheue Sperlingsart ist. In bestimmten Bäumen den großen Feldflächen von Terra Boa baut er seine Nester (oft mehrere nebeneinander) in die dortigen Baumkronen. Seine Nahrung besteht überwiegend aus Gras- und Getreidesamen.
Ich schätze das allein in Terra Boa zwei unterschiedliche Kolonien um die 150 Vögel aufweist, aber auch an anderen Stellen auf der Insel ist er vereinzelt oder in ganz kleinen Gruppen anzutreffen.